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Ludwigsluster Tageblatt

08. Dezember 2016 | 01:16 Uhr

Grabow : „Meckelbörger Köpp“ im Museum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sonderausstellung mit Skulpturen und Objekten des Bildhauers und Kunstschmieds Thomas Lehnigk am Sonnabend in Grabow eröffnet

„Eine neue Kunst ist ins Museum eingezogen, außergewöhnliche Werke eines außergewöhnlichen Künstlers“, so eröffnete Grabows Museumsleiterin Hannelore Huth am Sonnabendnachmittag die Sonderausstellung mit Skulpturen, Plastiken und Objekten des Bildhauers und Kunstschmieds Thomas Lehnigk aus Kummer. „Als ich vor Jahren die Werke des Künstlers aus Raseneisenstein sah, war ich begeistert“, sagte die Museumsleiterin vor den Gästen, die am 12. November um 14 Uhr zur Vernissage gekommen waren. Zu sehen sind „Mecklenburger Köpp“, Stierköpfe aus Raseneisenstein, die mit Stahl und Blattgold zu einem einzigartigen Kunstwerk geformt wurden. Den meisten der Besucher der Vernissage wird Raseneisenstein, das eigentlich so nur in Mecklenburg vorkommt, vor allem als Baustoff bekannt sein. Was der Künstler Thomas Lehnigk daraus gemacht hat, ist jetzt im Grabower Museum zu bewundern. „Als Frau Huth im letzten Jahr bei mir im Atelier in Kummer war und die Hofausstellung sah, da reifte der Gedanke zu diesem Vorhaben, hier im Museum Grabow eine Ausstellung zu präsentieren. Ich bin hier in der Region geboren, lebe und arbeite hier, Rasenseisenstein passt zu Mecklenburg, genauso wie der Stier als Wappenschmuck. Und deshalb gibt es nun diese Ausstellung“, erinnert sich Thomas Lehnigk, der viel im In- und Ausland unterwegs ist und zum ersten Mal hier in Grabow seine Werke präsentiert. Zu seinen Ausstellungsstücken gehören auch Plastiken aus Stahl mit dem klangvollen Namen „Nofretete“, „Platon“ und „Stolze“.

Thomas Lehnigk, 1967 in Ludwigslust geboren, beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit Kunst und Design. Über die Malerei ist er zum Stahl gekommen, eines der für ihn schönsten Materialien. So entstanden in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von designten und handgeschmiedeten Möbeln und Accessoires.

Im Bereich Skulpturen kamen zu dem Stahl schnell der Stein und die Bronze hinzu. „Neben den herkömmlichen Sand- und Kalksteinen habe ich für mich den Raseneisenstein entdeckt. Anders als übliche Steine ist dieser chemisch - biologischen Ursprungs und mit seiner organischen Struktur immer wieder eine Herausforderung für mich.“ Wer Thomas Lehnigk in seinem Atelier besuchen möchte, findet ihn auf einem Ziegeleihof in Kummer nahe Ludwigslust.

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erstellt am 13.Nov.2016 | 19:00 Uhr

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