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Ludwigsluster Tageblatt

04. Dezember 2016 | 00:46 Uhr

Ludwigslust : „Im Internet ist nicht alles lustig“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Berliner Autor präsentiert Ludwigsluster Gymnasiasten sein neuestes Werk über Cybermobbing und die Gefahren im Internet

Smartphone, Tablet, soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram - all das spielt bei Kindern und Jugendlichen heutzutage eine sehr große Rolle. Doch dass der Umgang mit den neuen Medien auch häufig Gefahren birgt, ist den Wenigsten bewusst.

Der Berliner Journalist, Computerspieltester und Autor Thomas Feibel hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen den verantwortungsbewussten Umgang mit elektronischen Medien zu vermitteln. Gestern las er den Achtklässlern des Ludwigsluster Goethe Gymnasiums aus seinem neuen Roman „#selbstschuld - Was heißt schon privat?“ vor.

Josh und Alex sind eigentlich gut befreundet, doch seit den Sommerferien herrscht zwischen den beiden 15-Jährigen Funkstille. Grund dafür ist Rikki, für die Josh heimlich schwärmt. Doch nun verbringen plötzlich Alex und Rikki viel Zeit miteinander. Josh ist gekränkt und meldet sich über das Profil seines ehemaligen Freundes bei „Friendbook“ an. Dort entdeckt er das Nacktfoto einer Klassenkameradin. Um Alex eins auszuwischen, teilt Josh das Bild in Alex Namen und alle Mitschüler können das Nacktfoto des Mädchens sehen. Aus einem dummen Streich entwickelt sich ein echtes Drama, welches mit einem Selbstmordversuch endet.

Anlass für Thomas Feibel dritten Roman über neue Medien und das Internet war ein ähnlicher Vorfall, der in Berlin passiert ist. „Ich will den Jugendlichen zeigen, dass nicht alles im Internet lustig ist. Schließlich ist Cybermobbing immer noch an allen Schulen ein großes Thema“, erklärt der Leiter des Büros für Kindermedien in Berlin. Aufgrund seiner Erfahrungen mit Computerspielen, Smartphone-Apps und dem Internet entdeckt Thomas Feibel ständig neue Themen für Romane, Workshops und Vorträge mit Eltern oder Kindern. „Es ist wichtig, sich in die Kinder und Jugendlichen hineinzuversetzen und sie vor allem ernst zu nehmen. Eltern vergessen häufig, dass sie auch mal 13 waren“, erklärt der gebürtige Chilene.

Besonders durch seine lockere Art, mit den Jugendlichen umzugehen, konnte der Berliner Autor die Gymnasiasten begeistern. Herrschte anfangs noch Unruhe im Ludwigsluster Rathaussaal, wurden die Jugendlichen immer ruhiger und nachdenklicher. „Das ist ein Thema, dass dich erstmal runterzieht. Ich erwarte nach meinen Lesungen auch keine großen Diskussionen oder viele Fragen. Die Schüler müssen das erstmal verarbeiten“, so Thomas Feibel. Deshalb gibt es zu seinem neuesten Buch auch schulbegleitendes Material, welches die Themen des Buches aufgreift und auf unterschiedlichste Weisen in den Unterricht eingebracht werden kann.

Auch Mathematiklehrerin Susanne Bars-Rechberger wurde von der Geschichte mitgerissen. „Es ist gut, dass den Schülern dieses Thema auch mal aus einer anderen Sichtweise präsentiert wird. Und die Jugendsprache war super eingesetzt, da musste ich oft schmunzeln. Jetzt kann ich es kaum abwarten, dass Ende zu erfahren.“ Thomas Feibel kann dazu nur so viel sagen, es wird noch ein richtiger Krimi.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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