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Ludwigsluster Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:26 Uhr

Ludwigslust : Häuslebau in der Garnison im Blick

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadtvertretung diskutiert über Einzelheiten des neuen Wohngebiets an der Helene-von-Bülow-Straße in Ludwigslust

Die Brachfläche hinter dem Ludwigsluster Lindencenter rückt in den Blick von Bauwilligen. Hier soll ein neues Wohngebiet entstehen (SVZ berichtete). Die Stadtvertretung der Lindenstadt hat am Mittwochabend eine weitere Hürde genommen. Sie wog die Einwände der so genannten „Träger öffentlicher Belange“ ab und fasste einen Beschluss über die weitere Beteiligung der Öffentlichkeit und von Behörden. Auf dem Areal an der Helene-von-Bülow-Straße sollen rund 40 Eigenheime entstehen. Das Vorhaben an sich ist unstrittig. Dennoch sehen Stadtvertreter wie zum Beispiel Torsten Hinrichs noch Diskussionsbedarf. Es geht um die Gestaltung der Fassaden und der Dächer und auch die künftige Versorgung mit Wärme. Nur knapp war die Entscheidung für den Beschluss. Nicht wenige Stadtvertreter hätten in den Ausschüssen gern noch intensiver über die Gestaltung des künftigen Wohngebietes gesprochen.

Dazu sei es auch im weiteren Verfahren noch nicht zu spät, so Bürgermeister Reinhard Mach. Der Verwaltungschef drückt aufs Tempo. Die Stadt würde am liebsten im kommenden Jahr bereits die ersten Grundstücke verkaufen. Häuslebauer seien daran interessiert, das Niedrigzinsniveau auszunutzen, so der Bürgermeister. Zu Verzögerungen war es in der Vergangenheit bereits gekommen, weil die Fläche als munitionsbelastet galt und der Munitionsbergungsdienst umfangreiche Untersuchungen vornehmen musste.

„Die Stadtwerke können die Fernwärmeversorgung in dem Teil, das als reines Wohngebiet ausgewiesen ist, nicht darstellen“, so Bürgermeister Reinhard Mach. Der Grund ist das hier befindliche Trinkwasserschutzgebiet. In dem Teil, das als Mischgebiet bebaut werden soll (vom Lindencenter aus auf der linken Seite) ist dagegen Fernwärmeversorgung vorgesehen. Stadtvertreter Uwe Langmaack will geklärt wissen, ob die Versorgung mit Fernwärme unter bestimmten Voraussetzungen nicht doch in dem gesamten Wohngebiet erfolgen kann.

Was die generelle Gestaltung des Wohngebietes betrifft, da sind die Vorgaben stadtplanerischen Erwägungen geschuldet. Das bestätigt der zuständige Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, Stefan Schiefele. „Es handelt sich hier um einen Stadtbild prägenden Standort“, so Schiefele. Die gestalterischen Ideen des Lindencenters sollen hier fortgesetzt werden. Es war als Eingang zu einem modernen Stadtgebiet gedacht. Schiefele nennt den Komplex des Einkaufscenters „das Gelenk“ zu dem neuen Stadtgebiet. So sollen in der ersten Reihe zur Helene-von-Bülow-Straße hin ausschließlich zweigeschossige Häuser stehen, während dahinter auch Eingeschosser möglich sind.

Es gibt noch viele Fragen zu klären. Warum ist der Entwurf nicht berücksichtigt worden, den dänische Spezialisten vor Jahren bereits gemacht haben? Welche Rolle spielt das Backsteingebäude des Gymnasiums in dem homogenen Stadtquartier, das hier entstehen soll, und wo nur graue oder anthrazitfarbene Dächer erlaubt sein sollen? Torsten Hinrichs hat sie aufgeworfen. Bürgermeister Reinhard Mach möchte in die Diskussion auch all jene einbeziehen, die Interesse am Bauen auf diesem Areal bekundet haben. Über das Wohngebiet, das den offiziellen Namen LU 27 „Helene-von-Bülow-Straße“ trägt, wird noch zu reden sein.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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