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Ludwigsluster Tageblatt

03. Dezember 2016 | 03:30 Uhr

Grabow/Karlsruhe : Grabower Gäste erlebten gestern den Guss hautnah

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In Gießerei Bachert in Karlsruhe wurden gestern die neuen Glocken für die Grabower Stadtkirche angefertigt

Für die Stadt Grabow und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde war gestern ein ganz besonderer Tag: Die neuen Glocken für die Grabower Kirche werden in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gegossen. Die große Bußglocke wird von der Stadt finanziert, deshalb ist auf der Vorderseite auch das Stadtwappen zu sehen. Außerdem ist die folgende Inschrift zu lesen: „Ich beklage die Toten, breche die Blitze, kündige die Feiertage an, sporne die Langsamen an, vertreibe die Winde, besänftige die Grausamen, beschütze diese Stadt.“

Die Stadt gibt für die Glocken, die in Karlsruhe gegossen wurden, insgesamt 30  000 Euro - so viel kostet allein die Friedensglocke. Sind die Glocken fertig, dann werden am 23. November die Formen entfernt und die Glocken machen sich auf den Weg nach Grabow. Am Freitag, dem 25. November, werden sie um 11 Uhr feierlich auf dem Markt in Grabow in Empfang genommen. Dazu sind auch alle Interessierten herzlich eingeladen, sagt Bürgermeister Stefan Sternberg.

Danach kommen sie in die Kirche. Dort findet am 27. November der Festgottesdienst mit der feierlichen Glockenweihe statt. Zum zweiten Advent sollen die Glocken dann das erste Mal erklingen.

Die alten Glocken sind tonnenschwer, hängen in 57 Metern Höhe im Kirchturm der Stadt Grabow. Sechs Jahrzehnte haben sie zu Gottesdiensten und christlichen Feiertagen geläutet, vor Gefahren gewarnt. Die drei Glocken im Grabower Kirchturm haben ihren Dienst getan, sie werden nun durch neue ersetzt. Die Kirchgemeinde der Stadt Grabow hatte sich entschlossen, neue Glocken anzuschaffen und auch den stählernen Glockenstuhl zu erneuern.

Die Stahlgussglocken sind in die Jahre gekommen, diese Art Glocken haben nur eine begrenzte Lebensdauer von 60 bis 80 Jahren. Die große und die mittlere Glocke sind durch den Rost in Mitleidenschaft gezogen worden. Bei Wartungsarbeiten wurden im Frühjahr 2015 feine Haarrisse im stählernen Joch der großen Glocke entdeckt, diese musste im letzten Juni stillgelegt werden.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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