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Ludwigsluster Tageblatt

04. Dezember 2016 | 23:21 Uhr

Grabow : „Grabow 2020“: Altstadt braucht noch etwas Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadtvertreter der Eldestadt beschließen Haushalt für 2017. Fast eine Million für freiwillige Leistungen.

Die bunte Stadt an der Elde wird auch im kommenden Jahr kräftig investieren. Das geht aus dem aktuellen Haushalt für das kommende Jahr hervor, der am Mittwochabend von der Stadtvertretung beschlossen wurde. Eine Maxime, die Bürgermeister Stefan Sternberg nannte: Jeder Euro muss einen Mehrwert bringen. „Wir investieren nur dort, wo es auch Fördermittel gibt“, nennt der Verwaltungschef einen Grundsatz.

Dazu gehört das Projekt „Grabow 2020“. Dahinter verbirgt sich die Sanierung des historischen Stadtkerns. Die Altstadt braucht noch etwas Hilfe, bevor die Förderquellen versiegen. Deshalb geht es auch im kommenden Jahr weiter. 201 500 Euro stellt die Stadt als Eigenanteil für die Flächen Kirchenstraße 3 und 19, Marktstraße 9 und Rosestraße 11 bereit. Sie gehören zum städtischen Sondervermögen, das extra verwaltet und abgerechnet wird. Insgesamt stehen für das Sondervermögen im kommenden Jahr 386 400 Euro bereit.




Weitere wichtige Investitionen im kommenden Jahr sind der Kauf eines Feuerwehrautos, die Gemeindeverbindungsstraße Fresenbrügge und vieles mehr.

Lohnenswert ist auch ein Blick auf die so genannten freiwilligen Leistungen, die einen Gesamtumfang von 996 100 Euro haben. 440 000 Euro davon gehen allein in die kommunalen Sportstätten als Zuschuss für Sach- und Personalkosten.

Es gäbe darüber hinaus noch einiges zu tun, so Bürgermeister Stefan Sternberg. „Wir müssen die Arbeiten in unserem Schwimmbad zu Ende bringen. Dazu zählen noch der Sanitär- und der Eingangsbereich sowie die Türen.

Für das Museum stehen 114 400 Euro zur Verfügung, ebenfalls für Sach- und Personalkosten. Aber auch hier hat die Stadt zukünftig noch Veränderungen vor. So soll die Ausstellung umgebaut und die Geschichte von Grabow auf modernere Weise dargestellt werden, so der Bürgermeister.

„Grabow geht es gut. Wir haben einen Haushalt mit Augenmaß aufgestellt. Für alle Generationen ist etwas dabei“, erklärt Bürgermeister Stefan Sternberg. Die Stadt habe noch nie so viel in ihre Zukunft investiert wie in den letzten zwei Jahren, ist er überzeugt. Gleichzeitig habe man auch Rücklagen für zu erwartende magere Jahre gebildet. „Wir leben nicht über unsere Verhältnisse“, sagt der Verwaltungschef und verweist auf einen Kassenbestand von rund 3,5 Millionen Euro am Ende dieses Jahres. Ende 2012 waren es noch 1,7 Millionen Euro gewesen. Auch die Pro-Kopf-Verschuldung entwickelt sich gut. Sie wird von 622 Euro pro Einwohner im Jahre 2014 auf 480 Euro pro Kopf im kommenden Jahr sinken.

Aus den Reihen der Stadtvertreter gab es Lob und Dank an die Verwaltung für die aktuelle städtische Entwicklung, namentlich von Stadtvertretervorsteher Dirk Dobbertin und Uwe Wohlfart (beide FDP/Aktionsbündnis Grabow). Wolfgang Möller (Die Linke) ergänzte noch seine Zufriedenheit darüber, dass Grabow als Partner im Städtedreieck am meisten vorangehe.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 20:03 Uhr

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