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Ludwigsluster Tageblatt

27. September 2016 | 10:43 Uhr

Ludwigslust/Schwerin : Gemäldeübergabe unter Vorbehalt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigslusterin übergab Kunstwerk des jüdischen Malers Emil Fischer an die Stiftung Mecklenburg

Zuwachs für die Gemäldesammlung der Stiftung Mecklenburg: Liane-Angelika Scharnewski aus Ludwigslust übergab gestern der Geschäftsführerin der Stiftung Mecklenburg, Dr. Ulrike Petschulat, im Schleswig-Holstein-Haus ein Kunstwerk des jüdischen Malers Emil Fischer. „Das Gemälde zeigt die Nikolai-Kirche in Röbel. Wie Emil Fischer dort hingekommen ist, ist bislang noch unklar“, sagte Petschulat bei der Übergabe unter Vorbehalt. „Unter Vorbehalt, weil die Besitzverhältnisse aus der damaligen Zeit nicht restlos aufgeklärt sind“, erklärte Anne Paschen vom Museumsverband MV. Dieser führt seit Kurzem ein landesweites Forschungsprojekt zur Herkunftsbestimmung vieler Kunstwerke durch. Fischers Bild soll, so der aktuelle Wissensstand, einer Wirtsfamilie vom Maler selbst zur Begleichung einer Zeche übergeben worden sein. „Wir untersuchen nun, ob es in Fischers Biografie Hinweise auf einen Besitzwechsel des Gemäldes gibt“, erläuterte Paschens Kollege Dr. Reno Stutz. Dann würden die Experten sämtliche Archive nach Verweisen oder Anhaltspunkten untersuchen, so Stutz weiter. Emil Fischer lebte von 1888 bis 1942. Zeitweise war Malchin die Heimat des jüdischen Malers, bis er 1938 im Zuchthaus Alt-Strelitz inhaftiert wurde. 1942 starb der Kunstmaler in der Heil- und Pflegeanstalt Bendorf-Sayn.

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