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Ludwigsluster Tageblatt

09. Dezember 2016 | 08:45 Uhr

Ludwigslust : Freies WLAN im Landratsamt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die Opennet Initiative und der Landkreis bieten gemeinsam einen kostenlosen Zugang ins Internet an.

Wer im Landratsamt Ludwigslust mit seinem Handy ins Internet gehen möchte, muss dafür nicht mehr seine mobilen Daten nutzen. Er kann kostenlos das WLAN-Netz nutzen, das der Verein „Opennet Initiative“ und der Landkreis gemeinsam eingerichtet haben. Gestern wurde der Zugangspunkt freigeschaltet. Er ist nach Parchim der zweite Hotspot in einem Gebäude des Landkreises, weitere sollen folgen.

„Unser Ziel ist es, die Bürger in den Wartebereichen mit freiem Internet zu versorgen und perspektivisch auch Hotspots für Touristen zu schaffen“, erklärte Andreas Schreiber, IT-Experte vom Landkreis. Letzteres würde an Orten wie dem Alexandrinenplatz in Ludwigslust oder in Plau am See sehr sinnvoll sein. Und so hatte sich die Verwaltung auf die Suche nach Partnern gemacht, die die Freifunk-Zugänge mit Unterstützung des Landkreises anbieten würden. Bei der Opennet Initiative, die vor allem in Rostock aktiv ist, und dem Hacklabor Schwerin wurde sie fündig. Voraussetzung sei jedoch die Änderung des Telemediengesetzes gewesen, so Andreas Schreiber. „Die Störerhaftung wurde abgeschafft“, erklärte der Verwaltungsmitarbeiter. Damit haften Anbieter von WLAN-Zugängen nicht mehr für Rechtsverletzungen der Nutzer. „Ich hoffe, dass diesem Willen des Gesetzgebers auch die Gerichte folgen.“

Die Zusammenarbeit ist simple: Der Verein betreibt das Netz, der Landkreis stellt die Infrastruktur – Router, Antennen, Räume für die Technik, Verkabelungen und Stromanschluss. Je Standort rechnet Andreas Schreiber mit Kosten von 100 bis 200 Euro. Und er hat auch schon einmal geprüft, wie viele Standorte es in Gebäuden des Landkreises geben könnte – rund 50. „In Verwaltungsgebäuden, Bürgerbüros und in den Feuerwehrtechnischen Zentralen wären Hotspots denkbar“, sagte Andreas Schreiber. Zum Teil müssten dazu aber noch Gespräche mit den jeweiligen Städten und Ämtern geführt werden, denen die Häuser gehören. Auch Gewerbetreibende, Privatleute und Kommunen könnten ihre WLAN-Zugänge freigeben. „Je mehr mitmachen, umso größer wird das Netz“, so Schreiber. Dann könnte man eines Tages – wie in anderen Regionen längst üblich – durch die Straßen einer Stadt spazieren und überall einen freien Zugang zum Internet haben.

Im Ludwigsluster Landratsamt beschränkt sich das Netz derzeit auf die Wartebereiche der Kreisvolkshochschule und der Ausländerbehörde, in Parchim auf das Bürgerbüro. „Es reicht auch nicht sehr weit nach draußen“, so der Verwaltungsmitarbeiter.

Wer das Opennet-Netz nutzen möchte, findet es in der Netzwerk-Suche auf seinem Handy unter „join.opennet-initiative.de“. Ein Zugangscode ist nicht erforderlich, und es gibt kein zeitliches Limit. „Aber eine Begrenzung der Datenrate auf maximal 2 MB“, betonte Andreas Schreiber. „Es kann kein Ersatz für den privaten Internetanschluss sein.“  

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erstellt am 11.Okt.2016 | 15:58 Uhr

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