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Ludwigsluster Tageblatt

08. Dezember 2016 | 05:00 Uhr

Ludwigslust : Er lässt Bilder sprechen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Thomas Schallnau erschafft mit Kindern Geschichten - ganz ohne Worte

Noch ist die Leinwand weiß. Doch gleich werden die Kinder im Rathaussaal dem Zeichner zurufen, wer die Hauptrolle in der nächsten Bildergeschichte spielen soll. „Ein Pferd“, ruft jemand in der dritten Reihe. „Und ein Polizeidackel.“ Es braucht nur wenige Striche von Thomas Schallnau und die Leinwand füllt sich mit Leben.

Eine Stunde lang hat der Berliner Kinderbuchillustrator gestern mit Zweitklässlern der Fritz-Reuter-Schule Bildergeschichten erfunden, die sie so schnell nicht vergessen werden. Denn die großformatigen Zeichnungen, die dabei entstanden sind, werden von den Kindern später ausgemalt und in ihrer Schule ausgestellt. Schallnau ist vielen bekannt durch seine kleinformatige Bilderbuch-Reihe über den Elefanten „Rüssel“, deren erste Ausgabe 1986 erschien. Lea Baack war da noch nicht geboren. „Als Kind habe ich die Rüssel-Bücher geliebt“, sagt sie. „Ich habe mich jeden Abend vor dem Einschlafen auf diese Bücher gefreut.“ Die 18-Jährige absolviert gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Stadtbibliothek. Schallnaus kleine Papp-Bücher stehen noch immer zuhause in ihrem Regal. „Die gebe ich nie weg“, sagt sie. Auch die Stadtbibliothek hat gestern die Gelegenheit genutzt, ihren Bestand mit Schallnaus Büchern aufzustocken. Der 76-Jährige zeichnet auch heute noch Geschichten für die „Rüssel“-Reihe. Sein nächstes Buch soll „Rüssel schmust“ heißen. Schallnau: „Das können sich dann die Erwachsenen schenken. “

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erstellt am 07.Okt.2016 | 05:15 Uhr

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