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Ludwigsluster Tageblatt

08. Dezember 2016 | 10:56 Uhr

Dömitz : Ein Erfolgsmodell feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ in Dömitz hatte auf der gestrigen Festveranstaltung an die Gründung vor zehn Jahren erinnert

Der Chor brilliert mit seinem Auftritt in der voll besetzten Aula des Gymnasialen Schulzentrums in Dömitz. Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens stand gestern eine Festveranstaltung auf dem Programm. Die jungen Leute bieten Swing und Pop, begeistern die Zuhörer unter anderem mit dem Titel „Barbara Ann“ von den legendären Beach Boys. Viel Beifall gibt es für die Darbietungen der Sängerinnen und Sänger, unter denen auch ein Herr mit roter Fliege zu finden ist. Es ist kein Geringerer als Klaus Niemann, langjähriger Leiter des Schulzentrums hier in Dömitz, der nicht nur zu den zahlreichen Ehrengästen gehört, sondern auch heute noch gern im Chor mitsingt. Ihm ist es gemeinsam mit den Eltern und Pädagogen des Kollegiums zu verdanken, dass der Schulstandort, als 2005 eine Änderung des Schulgesetzes fast das Aus bedeutet hätte, auch heute noch erhalten und auch in Zukunft mit all den Angeboten in Unterricht und im außerschulischen Bereich gut aufgestellt ist. Aber sind denn zehn Jahre Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ schon ein Grund zum Feiern? Kann man nach zehn Jahren schon einen Rückblick wagen?“, fragt sich die Schulleiterin Evelyn Timmermann im Vorwort der Festschrift, die zu diesem Jubiläum von den Schülern herausgebracht worden ist.

Na klar, man kann! Und das auf vielfältige Weise. So gab es aus diesem Anlass eine ganze Festwoche, die am Montag mit dem Sponsorenlauf begann, am Dienstag Unterricht in veränderter Form in gemeinsamer Weise von Lehrern und Schülern vorbereitet, seine Fortsetzung fand und am Mittwoch mit der Talenteshow „Dömitz sucht den Superstar“ seinen kulturellen Höhepunkt fand. Und auf der gestrigen Festveranstaltung gab es keine Festreden im eigentlichen Sinne, sondern eine Zeitreise mit dem Blick in einen Koffer voller Dokumente und Erinnerungen an die vergangenen zehn Jahre. Tobias, ein Schüler der Gymnasialen Jahrgangsstufe zehn, und Schulleiterin Evelyn Timmermann nahmen die Gäste in der Aula auf unterhaltsame Weise mit auf diese Zeitreise. „Ich gehe jetzt zehn Jahre zur Schule, und sechs davon hier am Schulzentrum. Und ich habe auch noch den ersten Schulleiter, Herrn Niemann, erlebt. Im Mai 2005 weilte Herr Niemann im Landratsamt in Ludwigslust und sprach mit Reinhard Mach und Rolf Christiansen darüber, wie man den Schulstandort erhalten könne. Und so war die Idee vom Schulzentrum geboren“, erinnerte Tobias an diese Zeit und hält dabei drei Aktenordner in die Höhe. „43 verschiedene Protokolle habe ich dazu gefunden.“

So begann die Geschichte des Hauses, das getreu dem Motto „Alle unter einem Dach“ Grundschule, Regionale Schule, Förderschule, Orientierungsstufe, Produktives Lernen und Gymnasium vereint - und das mit großem Erfolg, wie es auch in der Jubiläumsbroschüre nachzulesen ist. „Am 1. August 2006 nahm unser Gymnasiales Schulzentrum seinen Betrieb auf, wie es damals offiziell hieß“, sagte Evelyn Timmermann. Es war das erste und einzige Schulzentrum in diesem Umfang und genoss länderübergreifende Popularität. „Alle unter einem Dach, gemeinsam auf dem Weg, offen für Neues - das ist unser Anspruch und wir können stolz darauf sein, was wir alle in den vergangenen zehn Jahren erreicht haben“, so Schulleiterin Timmermann. Und Tobias hatte auch gemeinsam mit der Schulleiterin viele Beispiele für Highlights an der Schule parat. „Da sind die Schüleraustausche mit USA, Schweden und Polen zu nennen, die Integration von ausländischen Schülern an unserer Schule, Demokratie-Projekte, wir haben Schülerfirmen, eine Schülerband, es gibt Theateraufführungen an der Schule, wir unternehmen Klassenfahrten, es wird eine Hausaufgabenbetreuung angeboten und zahlreiche weitere Ganztagsangebote präsentiert. Wir sind keine normale Schule, wir sind etwas Besonderes. Bei uns ist immer etwas los“, sagt Tobias. Und das wird auch in Zukunft so bleiben.

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