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Ludwigsluster Tageblatt

28. September 2016 | 03:44 Uhr

Ludwigslust : Eigenes Video im Kino

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ludwigsluster Gymnasiasten setzten Idee von FSJ-lerin Pia Steinhauer um

Ein nicht alltägliches Erlebnis führte Schüler des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust nach Schwerin: Im Filmpalast Capitol wollten sie ihr eigenes Musikvideo sehen. Es gehört zu den zehn Arbeiten, die beim Film-Ideenwettbewerb „Klappe gegen Rassismus“ gewonnen hatte und jetzt zusammen mit den anderen Filmen auf einer DVD erscheint. Im Capitol hatten die Filme und der Musikclip Premiere.

Das Regionalzentrum für demokratische Kultur Mecklenburg-Vorpommern (RAA) hatte im vergangenen Herbst aufgefordert, Filmideen zu Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge, Nazisprüchen und Diskriminierung und zu Themen wie Vielfalt, Zivilcourage und Demokratie zu entwickeln. Eine der insgesamt 45 Bewerbungen kam von Pia Steinhauer, bis August im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) im Mehrgenerationenhaus Zebef. Und sie hatte Erfolg (SVZ berichtete). Mit Unterstützung eines Profis drehte Pia das Video mit Mitstreitern der Projektgruppe „Die Steine“ („Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“) und der heutigen Klasse 9.4 des Goethe-Gymnasiums. Herausgekommen war das Musikvideo „Augenblick“, das mit dem Titel „Zu Hause“ von Adel Tawil unterlegt ist und sich mit dem Thema Ausgrenzung befasst.

Das Video handelt von einem Kind, das an einer neuen Schule den ersten Tag erlebt. „Wir fanden das Thema von Anfang an sehr spannend, da wir es in unserer Gesellschaft jeden Tag mit Ausgrenzung und Mobbing zu tun haben“, erklärten die Ludwigsluster Gymnasiasten. „Dagegen etwas zu unternehmen lag uns sehr am Herzen.“ Der Dreh des Videos sei sehr aufregend, aber auch anstrengend gewesen. „Viele Szenen mussten wieder und wieder gedreht werden. Doch unsere Filmprofis motivierten uns immer wieder aufs Neue“, so die Schüler. Voller Stolz fuhren sie nun nach Schwerin und sahen im Capitol ihren Film, „wobei vor lauter Emotionen sogar die eine oder andere Träne vergossen wurde“.

Die Schüler wollen ihren Film nun so vielen Menschen wie möglich näher bringen. Ideen haben sie dafür schon genug. Ihr Dank geht an Pia und die Caritas Mecklenburg e.V. für die materielle Unterstützung.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 17:36 Uhr

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