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Ludwigsluster Tageblatt

05. Dezember 2016 | 05:29 Uhr

Parchim : E-Mobil mit anderen teilen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchimer Stadtwerke nach Testphase zuversichtlich. Ab dem Frühjahr stehen in der Kreisstadt drei E-Mobile zur Verfügung

Rund 6000 Kilometer haben Mitarbeiter der Stadtwerke mit dem jüngsten Kind ihrer Fahrzeugflotte, einem elektrisch betriebenen Kleinwagen, inzwischen zurückgelegt. Auf dem Weg zu ihren Kunden haben sie dabei nicht selten für Aufsehen gesorgt.

„Für viele ist es noch Neuland, ein E-Mobil in der Praxis zu erleben. Für uns ist es inzwischen Alltag“, sagt André Pinnau, der als Vertriebschef der Stadtwerke auch für das Pilotprojekt „E-Carsharing“ den Hut aufhat. „Der Wagen rollt flüsterleise, ist zuverlässig und hat unsere Erwartungen bislang erfüllt. Ich bin gerne sportlich unterwegs und hatte auch keine Probleme den einen oder anderen Lkw zu überholen“, meint André Pinnau mit einem Augenzwinkern.

Und auch die Bedenken, dass die Reichweite womöglich dem Alltagseinsatz enge Grenzen setzt, haben sich nicht bestätigt. Eine Reichweite – abhängig von der Fahrweise und auch den Temperaturen – von gut 150 Kilometern mit einer Batteriefüllung – seien kein Problem gewesen. Inzwischen hat Renault für seinen Kleinwagen Zoe auch beim Energiespeicher weiter aufgerüstet.

Inzwischen haben die Stadtwerke Parchim nach den durchweg guten Erfahrungen eine weitreichende Entscheidung getroffen. „Ab dem Frühjahr werden wir als erste Stadtwerke in Westmecklenburg E-Carsharing für Jedermann anbieten“, so der Vertriebschef. Als erfahrenen Partner haben sich die Parchimer die Firma „Stadtmobil“, die beispielsweise in Berlin, Hamburg und im Rhein-Ruhr-Gebiet Carsharing – also das Teilen eines Autos – anbietet, ins Boot geholt. Sie bietet das Know- how für Verwaltung, Technik und Vermarktung und wird als „Dienstleister im Hintergrund“ das E-Carsharing-Angebot der Stadtwerke unterstützen.

Drei Elektroautos sind inzwischen bestellt. Fest steht bereits, dass die Fahrzeuge innenstadtnah positioniert werden sollen. Die bereits vorhandene Ladesäule am Stadthaus und eine noch zu bauende Lademöglichkeit nahe der Landkreisverwaltung in der Putlitzer Straße werden Stellplätze werden. Von hier aus können dann Einheimische und Besucher der Stadt nach einer vorangegangenen Registrierung die E-Mobile tages- oder stundenweise mieten. Es wird spannend, ob die Stadtwerke als Vorreiter der Nutzung alternativer Energiequellen mit diesem Angebot ins Schwarze treffen.

 

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erstellt am 11.Jan.2016 | 11:00 Uhr

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