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Ludwigsluster Tageblatt

10. Dezember 2016 | 09:53 Uhr

Wöbbelin : Brückenbau: Freie Fahrt in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Provisorium über die A24 bei Wöbbelin ist abmontiert. Asphaltierung der neuen Fahrbahn spätestens in der nächsten Woche

Bald kann der Verkehr auf der Landesstraße 72 zwischen Schwerin und Ludwigslust wieder uneingeschränkt rollen. Nachdem der Kran in den letzten beiden Nächten Stück für Stück die Behelfsbrücke über die Autobahn 24 bei Wöbbelin abmontiert hat, kann  spätestens in der kommenden Woche der Asphalt auf die Fahrbahn der neuen Brücke kommen. Das bestätigte Ronald Normann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr gestern auf Nachfrage. Danach folgen noch einige „Verschönerungsarbeiten“,  und die Übergabe der Baustelle pünktlich zum Jahresende 2016.

Die Bilanz: Alles ist nach Plan gelaufen. Zwar hätte es laut Ronald Normann zwischenzeitig schneller vorangehen können. Doch wegen der guten  Wetterlage seien viele Baufirmen ausgelastet gewesen. Dadurch lief es von März bis Juli „etwas schleppend“, so der Abteilungsleiter. In diesen Monaten hätten einige Gewerke parallel arbeiten können. Das klappte nicht, weil die Firmen keine Leute frei hatten. „Sonst wären wir jetzt schon fertig.“

Im November 2015 begannen die Arbeiten an  der neuen Brücke im Zuge der L 072 und den Anschlussstellen der A 24. Über Monate rollte der Verkehr  über eine Behelfsbrücke. Bis Mitte Oktober, seitdem ist die neue Brücke fertig. Da das Provisorium nun nicht mehr gebraucht wird, montierten die Bauleute das Fertigteilsystem jetzt  unter Vollsperrung der Autobahn ab. „Aus Sicherheitsgründen“, betonte Ronald Normann. „Es könnte ja etwas herunterfallen.“ Die Autofahrer mussten jeweils von 19 bis 7 Uhr eine Umleitung über die angrenzenden Landes- und Bundesstraßen zu den nächsten Anschlussstellen in Hagenow beziehungsweise Neustadt-Glewe in Kauf nehmen.

Ronald Normann ist optimistisch, dass nun auch die letzten Feinarbeiten schnell vorangehen. Die Asphaltierung erfolgt unter halbseitiger Sperrung. Dann stehen  noch Fahrbahnmarkierungen an, Schutzplanken werden gesetzt, Bankette geharkt.  Selbst wenn längerfristig Frost droht, müssen die Autofahrer nicht mit großen Verzögerungen rechnen, versicherte Normann.    Sobald Asphalt auf der neuen Fahrbahn liegt, könnte die Baustelle notfalls und „soweit es geht“ freigeräumt werden, so dass Pendler und Einheimische  nicht länger als nötig von den Absperrungen behindert werden.

Der Bau an der  Landesstraße L 072 war Bedingung für die Übernahme der ehemaligen Bundesstraße 106 durch das Land MV (SVZ berichtete).  3,5 Millionen Euro kostet das gesamte Vorhaben. Damit ist es „nicht viel teurer geworden“, als ursprünglich veranschlagt, so der Abteilungsleiter. Und es seien sogar noch zusätzlich die Rampen mit asphaltiert worden, „damit es nicht nochmal Behinderungen gibt“.

 

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erstellt am 23.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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