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Ludwigsluster Tageblatt

28. September 2016 | 15:38 Uhr

Neustadt-Glewe : Bahnübergang mit Sprungschanze

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die schlimmsten Unebenheiten werden gerade beseitigt. Die CDU-Fraktion der Neustädter Stadtvertretung fordert Aufklärung.

Der Bahnübergang in der Laascher Straße von Neustadt-Glewe ist schön geworden. Die einstige Sprungschanze ist beseitigt – bis auf eine Kleinigkeit, und die sorgt jetzt für Ärger. Ein kleines Stück ist übrig geblieben. Städtischer Grund, der doch eigentlich hätte gleich mit gemacht werden können. Stattdessen ist eine hässliche Senke übrig geblieben, in der nicht nur Pkw aufliegen, sondern auch Busse der ortsansässigen Firma Bus-Kröger. Das hat Bürgermeisterin Doreen Radelow am Montagabend im Bau- und Umweltausschuss der Stadtvertretung bestätigt.

Die aktuelle Situation in der Laascher Straße ginge gar nicht, unterstrich sie vor den Ausschussmitgliedern und interessierten Bürgern. „Ich habe auf einen nochmaligen Vor-Ort-Termin gedrungen, der dann auch stattgefunden hat. Im Ergebnis wird in den nächsten zwei Tagen eine provisorische Reparatur durch die Bahn erfolgen“, so die Bürgermeisterin.

In der Tat sind gestern Morgen Männer einer Prenzlauer Asphaltfirma in der Laascher Straße angerückt und haben mit der Begradigung der ärgsten Unebenheiten begonnen.

Allerdings ist das Thema damit nicht erledigt. Der Ausschuss wollte wissen, warum die Sanierung des Bahnübergangs nicht zu Ende geführt wurde – also auch auf dem verbleibenden städtischen Grund. Das sei auch zunächst so vorgesehen und im Oktober 2015 mit der Bahn besprochen worden, so die für Bau zuständige Fachdienstleiterin im Neustädter Rathaus, Dörte Ecks. Die Bahn habe dann aber nicht mehr gewollt. Ausschussmitglied Sebastian Tappe von der CDU wandte ein, dass die Bahn aber etwas anderes sage.

Und in der Tat: Die Projektleiterin der Bahn, Kerstin Lucht, ist geradezu empört. „Wir hätten auch den Abschluss auf der städtischen Fläche mit übernommen. Das wäre kein Problem gewesen. Die Bürgermeisterin hätte nur schriftlich die Kostenübernahme erklären müssen. Das hat sie nicht getan. Eine Abrechnung über den Mehraufwand, wie Frau Radelow es wollte, geht nicht, weil es sich hier um Bundesmittel handelt, die bei der Sanierung des Bahnübergangs verwendet wurden“, so die Projektleiterin.

Jetzt wird die Stadt ihren Part also anschließend erledigen. Allerdings nicht mehr in diesem Jahr. Im Baufeld befindet sich eine Kastanie, die nicht mehr vor dem Herbst gefällt werden darf, wie Dörte Ecks bestätigt. Sie kündigt die Bauarbeiten für den Sommer kommenden Jahres an. Wegen der dann nicht fahrenden Schulbusse.

Es bleiben ungeklärte Fragen. Die Stadtvertretung hat mit dem Haushalt 2016 auch rund 100 000 Euro beschlossen, die für die Bauarbeiten aufgewandt werden sollten. Die müssten im kommenden Jahr erneut zur Verfügung stehen. Wie teuer das Ganze wird, steht auch noch nicht fest, weil die Preise noch nicht klar sind.

Christian Rosenkranz von der CDU fordert eine lückenlose Aufklärung der Vorgänge um die Sanierung des Bahnübergangs.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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