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Ludwigsluster Tageblatt

07. Dezember 2016 | 09:41 Uhr

Warlow : Auf dem richtigen Weg

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Nach etlichen Investitionen in Warlows Dorfgemeinschaft feiert die Gemeinde die Freigabe ihres neuen Bauernweges

Applaus am Ende der Lindenallee: Die schönste Straße Warlows endet jetzt nicht mehr einfach so am Waldrand. Wer heute hier steht, muss nicht die Wendeschleife nehmen und umkehren. Er kann weiter zu Fuß, mit dem Rad oder Auto auf der frisch gepflasterten Beton-steinspurbahn. Seit dem Wochenende ist der drei Kilometer lange Rundweg offen. Viele Warlower wollten dabei sein, als Agrarminister Till Backhaus und Bürgermeister Rainer Zimmermann mit dem Schnitt durchs Band ganz offiziell den Weg freigaben. Für Rainer Zimmermann war diese Strecke lange ein Traum. „Dass er jetzt wahr wird, macht mich glücklich“, sagte er ins Mikro im Kleinbus, den der Warlower Helmut Bollow als einer der ersten über die neue Betonspurbahn steuerte.

„Bauernweg 1 und 2“ - so heißt der Rundweg. Er schafft nicht nur neuen Zugang zu den Wäldern, sondern auch hinüber zur Ortsverbindungsstraße Lüblow-Warlow.

Das Bauprojekt ist Teil des Bodenneuordnungsverfahrens. Backhaus nennt es den „Mercedes der dörflichen Entwicklung“. Denn mit ihm könne nicht nur die Bewirtschaftung ländlicher Grundstücke und die Chancengleichheit aller Eigentümer gewährleistet werden. „Es fördert mit dem Wege- und Straßenbau auch die Entwicklung der Gemeinden.“ Warlow sei da bestes Beispiel. „Ihr habt hier wirklich einen tollen Gemeinschaftssinn. Und wenn wir den versüßen können, dann machen wir das gern“, sagte Backhaus zu den Warlowern am Freitagabend.

750 000 Euro hat der Bau der Straße gekostet. Nur zehn Prozent davon musste die Gemeinde aufbringen. Und weil die Straße vor allem auch die Agrarprodukte Göhlen e.G. für die Bewirtschaftung ihrer Felder nutzt, hat sich das Unternehmen mit 25  000 Euro an dem Eigenanteil beteiligt. Vorstandschef Steffen Wegewitz ist der Gemeinde Warlow „unendlich dankbar“. „Seit zwanzig Jahren wünschen wir uns diesen Weg. Nie ließ er sich realisieren“, so Wegewitz. Die schweren landwirtschaftlichen Maschinen , die sich oft durch zerfahrenen Sand und tiefe Schlaglöcher wühlten, mussten zuletzt sogar auf die eigentlichen Ackernutzflächen ausweichen. „Das ist jetzt glücklicherweise vorbei“, so Wegewitz. Nächste Woche werden die Trecker den Dung auf das Kartoffelland bringen. Zum ersten Mal ganz ohne Hindernisse.

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erstellt am 06.Nov.2016 | 18:03 Uhr

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