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Ludwigsluster Tageblatt

07. Dezember 2016 | 23:14 Uhr

Neustadt-Glewe : Auch nächstes Jahr Barracuda Beach

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Betreiber und Stadt Neustadt-Glewe verständigen sich auf weitere Zusammenarbeit am Badestrand der Lewitzstadt.

Nach der ungewissen Zukunft des Barracuda Beach am Neustädter See (SVZ berichtete) sind jetzt die Würfel gefallen. Betreiber und Stadt haben sich auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt. Vorerst wurde der Vertrag für eine Saison bis zum 30. April 2018 verlängert. Bis dahin sollen die Weichen für eine langfristig vertrauensvolle Zusammenarbeit gestellt werden.

„Wichtig ist, dass wir uns gemeinsam an einen Tisch gesetzt haben und wissen, woran wir sind. Mit unserem Engagement in Neustadt werden wir auch künftig viele positive Signale zur weiteren Verbesserung des Areals setzen. Ob Eventgastronomie oder die großen Veranstaltungen wie Bullitreffen oder Drachenbootrennen – am Beach soll für Einheimische und Gäste immer etwas los sein“, sagt Geschäftsführer Michael Brandt.

Ein Miteinander auf Augenhöhe bei der weiteren Entwicklung am Neustädter See ist auch der Bürgermeisterin Doreen Radelow wichtig. „Kurze Kommunikationswege und der regelmäßige frühzeitige Austausch zu Planungen und Vorhaben werden zukünftig die Grundlage unserer Zusammenarbeit bilden. Ich betrachte die Verlängerung des Vertrages als Neustart, um gemeinsam Badeanstalt und Campingplatz für Neustadt-Glewe zu erhalten und weiter zu entwickeln“, so die Bürgermeisterin.

Nach SVZ vorliegenden Informationen hat die Stadtvertretung beschlossen, 60 000 Euro für die Sanierung des Sanitärgebäudes bereitzustellen. Weitere 25 000 Euro werden unter anderem für Dienstleistungen in der Badeanstalt zur Verfügung stehen. Und die Stadtvertretung hat zugestimmt, im kommenden Jahr einen verminderten Pachtzins für den Badestrand zu fordern. Die Stadtverwaltung soll zudem einen freien Gutachter mit der Wertermittlung von Badeanstalt und Campingplatz beauftragen.

„Mehr konnte man erstmal nicht erreichen“, sagt Jürgen Rosenbrock von der SPD-Fraktion der Neustädter Stadtvertretung. „Ziel bleibt weiterhin, zu einem Erbbaupachtvertrag für den Campingplatz zu kommen“, so Rosenbrock. Und sein Fraktionskollege Sven Buck ergänzt: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und wünsche mir, dass bis Juli 2017 auch ein ordentlicher Erbbaupachtvertrag zustandekommt. Ich meine, die Stadtvertretung hat fraktionsübergreifend hier eine für beide Seiten vernünftige Lösung gefunden. Barracuda hat jetzt acht Monate Zeit, ein schlüssiges Konzept und den daraus resultierenden Erbbaupachtvertrag auszuarbeiten und mit der Verwaltung abzustimmen.“

„Es ist ein Kompromiss, um im Gespräch zu bleiben“, unterstreicht Peter Warnecke von der Fraktion Die Linke. „Wir als Stadtvertreter müssen sowohl die Interessen der Bürger als auch die der Pächter im Blick behalten.“

„Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, ist gut“, sagt Christian Rosenkranz von der CDU-Fraktion. Die Betreiber des Barracuda Beach seien ganz wichtige Investoren für die Stadt und auch ein Standortfaktor für die touristische Naherholung. „Wenn es jetzt keine Lösung gegeben hätte, was wäre das für ein Signal an andere Investoren gewesen?“ fragt Rosenkranz. „Wir sind froh, einen Betreiber gefunden zu haben, der sich am Badestrand engagiert hat.“ Die CDU habe darum die nicht öffentliche Stadtvertretersitzung beantragt und sei froh, dass die übergroße Mehrheit der Stadtvertreter die Zusammenarbeit mit den Betreibern des Barracuda Beach ebenfalls fortsetzen wolle. Für den Beschluss hatten 13 Stadtvertreter gestimmt, nur zwei waren dagegen.


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erstellt am 03.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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