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Ludwigsluster Tageblatt

29. September 2016 | 07:00 Uhr

Ludwigslust : Anschieber und Ermutiger

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Das Regionalzentrum RAA erhält eine Auszeichnung für seine Projekte zur Demokratieerziehung.

Schüler und Lehrer zu ermutigen, gegen Rassismus einzutreten, ist Ziel des bundesweiten Projekts „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“. Insgesamt 43 Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern sind daran beteiligt. Das Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg (RAA) begleitet das Projekt, bei dem mit Workshops, Gruppenarbeiten und Toleranzschulungen gearbeitet wird. Für dieses Engagement erhielt das Regionalzentrum jetzt eine Auszeichnung im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ (SVZ berichtete).

Das „Schule ohne Rassismus“-Projekt ist aber nur eine Aktivität von vielen des RAA. Auch die Präventionsarbeit in Kindertagesstätten und der Klassenrat an Schulen würden zur Demokratieerziehung beitragen, erklärt Dr. Daniel Trepsdorf, Leiter des RAA Westmecklenburg. „Demokratie gehört nicht nur in das Parlament, sondern schon von klein auf an an den heimischen Küchentisch.“

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und die Deutsche Bank zeichnen im Rahmen des Wettbewerbs Ideen und Projekte aus, die die Potenziale von Nachbarschaft und Gemeinschaft nutzen und dadurch zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. „Die Welt rückt – gefühlt und tatsächlich – immer näher zusammen. Das heißt: Wir sind alle Nachbarn“, sagt Norman Schulze, Vertreter der Deutschen Bank, mit Blick auf das diesjährige Wettbewerbsmotto „NachbarschafftInnovation“. Das RAA und 99 weitere Projekte bundesweit wurden aus über 1000 Bewerbungen mit Hilfe einer Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern ausgewählt.

Dr. Daniel Trepsdorf nahm die Auszeichnung im Rathaus Ludwigslust entgegen. „Das RAA Regionalzentrum zeigt, wie ein gesellschaftliches Miteinander gefördert werden kann. Nicht nur hier im ländlichen Raum, sondern beispielhaft für ganz Deutschland“, betont er. Seit Anfang 2012 ist der gebürtige Brandenburger im Regionalzentrum mit Sitz in Ludwigslust tätig. Damals führten ihn diverse Netzwerkkontakte nach Mecklenburg-Vorpommern. „Diese Auszeichnung ist eine wunderbare Sache für mich, meine Kollegen und Partner. Wir sehen uns als Anschieber und Ermutiger, um im Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in unserem Land etwas zu ändern“, erklärt Trepsdorf. Mit ihrer Arbeit und mithilfe verschiedener Partner unterstützt und berät das Regionalzentrum Initiativen und Kommunen, die mit rechtsextremen Übergriffen zu kämpfen haben.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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