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Ludwigsluster Tageblatt

08. Dezember 2016 | 10:57 Uhr

Grabow : Amtsjugendpfleger vor Abschied

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mark Klinkenberg beendet nach zehn Jahren seine Tätigkeit im Amt Grabow und übernimmt ab Dezember in Schwerin eine neue Aufgabe

Mark Klinkenberg blättert in einem Aktenordner, der vor ihm auf dem Schreibtisch liegt. Es ist die Pressemappe mit Beiträgen aus der SVZ und aus dem Amtsanzeiger des Amtes Grabow. Beleg für Beispiele lebendiger Jugendarbeit im Amt Grabow, die Mark Klinkenberg als Amtsjugendpfleger mitgestalten, mitorganisieren durfte. Doch nun sind es nur noch wenige Tage, die der 37-Jährige in seinem Büro im Rathaus am Marktplatz zu finden sein wird, denn im Dezember wird er eine neue Aufgabe in Schwerin übernehmen. „Offiziell ist Sonnabend, der 10. Dezember, mein letzter Arbeitstag. Am 12. Dezember nehme ich meine neue Tätigkeit in der Stadtverwaltung Schwerin auf“, so der Diplompädagoge mit sozial- und medienpädagogischem Hintergrund. Mark Klinkenberg wird dann Leiter Sozialpädagogischer Dienst und wirtschaftliche Jugendhilfe, angesiedelt ist diese Stelle im Dezernat II Finanzen, Jugend und Soziales. „Die Stelle war in Schwerin ausgeschrieben und ich habe mich darauf beworben. Nach dem Abschluss des Wahlverfahrens mit mehreren Bewerbern bin ich am Ende für die Stelle ausgewählt worden“, freut sich Mark Klinkenberg.

„Zehn Jahre lang war ich gern Amtsjugendpfleger, es war eine schöne Zeit. Aber ich habe nun eine neue Herausforderung gesucht, all das hat sich kurzfristig entschieden. Von Mitte Juni bis zum 1. Juli lief die Ausschreibung. Und ich freue mich auf meine neue Aufgabe.“ Bei der Entscheidung spielten auch familiäre Dinge eine Rolle. „Ich wohne mit meiner Frau und meinen beiden kleinen Kindern, die viereinhalb und drei Jahre alt sind, in Crivitz. Meine Frau arbeitet als Logopädin in Schwerin. Und ich habe dann in meiner neuen Tätigkeit nicht mehr die großen Ferienfreizeitmaßnahmen zu betreuen. Als ich bei den Ferienlagern im Sommer mal 20 Tage weg war, auch in den Oster- und Herbstferien viel mit den Kindern und Jugendlichen unterwegs war. So habe ich jetzt künftig mehr Zeit für die Familie.“

Als Mark in Grabow anfing, war die pädagogische Arbeit nach dem Studium für ihn die erste große Herausforderung. „Als ich hier frisch eingestiegen bin, gab es eigentlich keine Basis in Sachen Jugendarbeit im Amt“, blickt Mark Klinkenberg zurück. „Ich hatte einen Aktenordner, einen Schreibblock und einen Kugelschreiber, und ein eigenes Büro mit Rechner.“

Heute ist die Zahl der Ordner um ein Vielfaches angewachsen, gefüllt mit Dokumenten, Texten und Fotos von zahlreichen Veranstaltungsangeboten, Aktivitäten, Ausflügen. Belege dafür, wie gut sich die Jugendarbeit des Amtes in der Vergangenheit entwickelt hat.


Hatte in den letzten zehn Jahren eine freie Hand


„In den letzten zehn Jahren hatte ich echt freie Hand, ich konnte hier mit vielen Mitstreitern etwas aufbauen. Es gab aber auch Rückschläge in der Gremienarbeit mit Jugendlichen. In all dieser Zeit hatte ich engen Kontakt zu einigen Gemeinden und Bürgermeistern, es gab aber auch einige Kommunen, in denen gar nicht nach Jugendarbeit gefragt wurde.“ Zu den Highlights in den zehn Jahren gehörten zweifellos die alljährlichen Ferienlager, die Auslandstouren nach Polen, Tschechien und Holland. „Gerade liegt eine internationale Tour mit polnischen und tschechischen Jugendlichen auf der Ostsee hinter uns. Diese Fahrten und Touren sind eine schöne Sache, aber auch arbeitsintensiv. Und all das werde ich auch vermissen.“ Vermissen wird ihn auch das Amt Grabow. „Wir freuen uns, dass Mark eine neue Aufgabe übernommen hat, sind aber auch traurig, dass er uns verlässt. Wir hoffen aber, dass er uns vielleicht als Teamleiter bei den Drachenbootrennen in Grabow erhalten bleibt“, sagt Stefan Sternberg, der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes.

Gern erinnert sich Mark Klinkenberg in seiner Zeit in Grabow auch an den Hamburger Verein „Gefangene helfen Kindern“. „Wir halten im Amt schon seit Jahren einen engen Kontakt über den Verein zur Justivollzugsanstalt in Fuhlsbüttel, waren dort mit Jugendlichen, die dann mit Gefangenen ins Gespräch kamen.“

Hervorheben möchte Mark Klinkenberg auch die Unterstützung durch Netzwerk-Partner. „Das sind natürlich Kollegen aus den verschiedensten Bereichen der Jugendarbeit, Vertreter von Firmen und der Medien, wo man anrufen und gut zusammenarbeiten und Projektideen entwickeln kann.“ An Partnern und Ideen habe es nie gefehlt, aber die Finanzen seien immer ein großes Problem. Es gebe zwar viele Fördertöpfe, aber an die müsse man erst einmal herankommen.

In Sachen Jugendarbeit hinterlässt Mark Klinkenberg seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin ein gut bestelltes Feld, wobei ihm auch für die Zukunft ein Vorhaben besondern am Herzen liegt: Das Jugendprojekt „Wir bewegen was“. Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden des Amtes Grabow treffen sich alle vier bis sechs Wochen, um aktuelle Themen der Kommunalpolitik zu diskutieren und versuchen, Lösungen zu finden. „Das sind aktive junge Leute, die etwas bewegen wollen, die sich für ihre Region einsetzen. Die nächste Veranstaltung wird am 21. November stattfinden. Unter dem Motto ,Politik trifft Jugend im Bus‘ werden Kommunalpolitiker und Entscheidungsträger ins Gespräch kommen zu Themen, die den jungen Leuten auf den Nägeln brennen.“

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erstellt am 09.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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