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Hagenower Kreisblatt

06. Dezember 2016 | 09:07 Uhr

Boizenburg : Zwei Sieger beim „HügelBock“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bei dem Bandcontest auf dem Kulturschiff MINNA im Boizenburger Hafen qualifizierten sich zwei Bands für das „HügelRock“- Festival

Kurz blieb den Meisten auf der MINNA in der Sonnabend-Nacht die Luft weg, als Mel Sussmann und Andy Vogt vom „HügelRock“-Open Air die Gewinnerband des Abends verkündeten. Denn es war nicht die Band, für die die Mehrheit der Anwesenden gevotet hatte, sondern die Punkrock-Formation „Nixda“ aus Hamburg. „Die Jurystimme zählte 50 Prozent“, erklärte Mel Sussmann dazu auf der Bühne. „Und wir haben entschieden, dass ‘Nixda’ den Bandcontest gewinnt.“

Die Publikums-Stimmen ergaben die anderen 50 Prozent der Wertung. Jeder Besucher hatte beim Eintritt mit seinem Armband einen grünen Punkt erhalten, den er an eine der drei teilnehmenden Bands vergeben konnte - außer den beiden genannten war das noch „Final Resistance“ aus Twistringen.

Auch die vier Musiker von „Nixda“ aus Hamburg hatten eine ganze Zahl von grünen Publikums-Punkten für sich einheimsen können und nicht unverdient gewonnen.

Nachdem sich also schon Trauer auf dem alten Frachtschiff MINNA breit machen wollte, erklärte Mel Sussmann: „Wir haben aber auch entschieden, dass nicht nur die erst- , sondern auch die zweitplatzierte Band beim „HügelRock“ - Festival vom 7. bis 9. Juli in Hinterhagen auftreten darf.“ Und das war „Stroking Breeze“ aus Boizenburg!

„Der Bandcontest heute ist unser erster größerer Auftritt“, hatte Sängerin und Bassistin Martha Toepler zu Beginn des Abends der SVZ verraten. „Deshalb wäre ein Auftritt beim ’HügelRock’ eine Riesenchance für uns.“

Die Band hat sich 2014 gegründet, Martha Toepler und Schlagzeuger Steffen Otto waren auch schon bei der Vorgängerband „Ink-black blood“ dabei. Neu ist Gitarrist Mario Heitmann, der nicht nur gut spielen und singen kann, sondern die Ansprache an das Publikum mit einem erfrischenden Augenzwinkern hielt.

„Stroking Breeze“ hatte zwar einen Heimvorteil an diesem Abend auf dem Kulturschiff MINNA, doch der abwechslungsreiche, rockige Metal mit melodischen Elementen und die unglaubliche Stimme der nur 1,62 Meter kleinen Sängerin, die mal entsprechend der Musikrichtung sehr laut, aber auch mit ihrer besonderen natürlichen Gesangsstimme leise sein konnte, riss sogar Zuhörer mit, die nicht unbedingt zur Fangemeinde gehörten und eher kein Metal hören.

„Die Musik für die Songs entwickeln wir gemeinsam im Probenraum“, erzählte Martha Toepler noch. „Die Texte für die Songs schreibe ich.“ Die 23-Jährige hat sich vor vier Jahren das Bassspielen selbst beigebracht, das Singen übt sie jeden Tag im Auto, wenn sie 90 Minuten nach Hamburg zu ihrem Musikvertrieb fährt. Dort beendet die ursprünglich von dort stammende junge Frau gerade ihre Ausbildung zur Kauffrau für audiovisuelle Medien, der Betrieb mit 18 Mitarbeitern wird sie auch übernehmen.

Mel Sussmann und Andy Vogt zeigten sich am Ende sehr zufrieden mit dem Erfolg ihres Bandcontests. „Die MINNA ist eine tolle Location dafür“, meinte Andy Vogt. „Da kann man viel draus machen.“

Den Abend hatten die beiden Festival-Organisatoren mit 4  000 Euro aus ihren privaten Kassen auf die Beine gestellt, in der Hoffnung, dass sie aus dem „HügelRock“ - Open Air am Ende mit plus minus null herauskommen. Zum Schluss waren die beiden Hinterhagener ziemlich erschöpft.

Fast wäre der Contest kurz vor Beginn noch ins Wasser gefallen, weil der für die MINNA notwendige DLRG aus Boizenburg nicht kam. Marco Branik war der Retter des Abends, kurzfristig sprang er mit seinen drei ehrenamtlichen Mitstreitern vom DLRG Zarrentin ein. „Warum auf der Couch sitzen, wenn man noch die Welt retten kann“, kommentierte er den Einsatz ...

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erstellt am 04.Okt.2016 | 14:00 Uhr

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