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Hagenower Kreisblatt

06. Dezember 2016 | 18:54 Uhr

Vellahn : Wurst vom eigenen Mastschwein

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Vellahns Landfleischerei Behnke hat nun EU-Zulassung für modernes Schlachthaus.Private Tierhalter nutzen bereits neue Dienstleistung

„Immer mehr Kunden wollen ganz genau wissen, wo ihr Fleisch herkommt. Um ganz sicher zu gehen, stallen sie sich selbst Tiere ein. Und lassen sie gewerblich schlachten“, berichtet Theresa Gühlstorf im SVZ-Gespräch. Diese verstärkte Nachfrage hätten sie und ihren Mann Carsten schließlich auf die Idee gebracht, auf ihrem Firmengelände ein kleines, modernes Schlachthaus zu bauen. Das habe seit Anfang November die notwendige EU-Zulassung erhalten.

„Wir sind schon mittendrin in der Lohnschlachtung und haben bereits bis Februar 2017 Termine für gewerbliche Hausschlachtungen vergeben. Immer mehr Neukunden fragen nach. Sie kommen meist auf Empfehlung von Stammkunden. Wohnen im Umkreis, viele kommen auch von der Elbe, beispielsweise aus der Teldau, weil wir gut zu erreichen sind. Denn, wer bei uns schlachten lässt, darf sein Fleisch auch an andere weitergeben, vermarkten und verkaufen. Das ist jetzt offiziell erlaubt“, so die Fachfrau weiter. Besonders die Herstellung von Wurstwaren werde nachgefragt.

„Leberkäse, Leberwurst, gekochte, Lungenwurst und Blutwurst sind dabei die absoluten Renner. Und natürlich der geräucherte Schinken“, zählt Carsten Gühlstorf als Inhaber der Landfleischerei & Partyservice Behnke auf. Aus einem Schwein sei die Herstellung von fünf Sorten Wurst möglich, erklärt er weiter.

„Wir zerlegen individuell nach den Wünschen des Kunden. Er ist dann auch dabei, um küchenfertige Ware, wie Gulasch oder Hack, zu bekommen. Der vertrauensvolle Umgang miteinander ist uns sehr wichtig, um so Missverständnisse von vornherein auszuschließen.“

Wer seine Tiere schlachten lassen wolle, müsse sie zuvor beim Veterinäramt des Landkreises Ludwigslust-Parchim anmelden, erklärt Theresa Gühlstorf den Ablauf. „Der Tierhalter bekommt dann eine feste Registriernummer zugewiesen, die er uns mitteilt. Durch einen Online-Zugang können und müssen wir dann die geschlachteten Tiere innerhalb von sieben Tagen abmelden.“ Wer Fragen habe, könne sich jederzeit an sie wenden. „Ich habe mich in die Materie eingearbeitet und kann viele Fragen beantworten.“

Ihre eigenen Schlachttiere bekommen die Gühlstorfs ausschließlich von Bauern aus der Region. Mit denen haben sie feste Verträge So stammen die Schweine aus Camin und die Rinder aus Melkof und Neuenrode.

„Der jeweilige Rinderpass steht im Laden auf der Theke, so kann sich der Kunde jederzeit informieren, woher Fleisch und Wurst stammen. So ist eine Rückverfolgung garantiert“, betont Theresa Gühlstorf. Und spricht im selben Atemzug von viel positiver Resonanz, die sie für diese Art der Transparenz erhielten.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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