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Hagenower Kreisblatt

28. März 2017 | 12:09 Uhr

Hagenow : Wo tanke ich mein Elektroauto?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Wie sieht es mit der Elektromobilität in Hagenow und Umgebung aus? Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus tagte

Mit dem Elektroauto unterwegs zu sein, ist ein schwieriges Unterfangen. Die wenigen Elektrofahrzeuge, die im Landkreis Ludwigslust-Parchim zugelassen sind, können an den wenigen öffentlichen E-Tankstellen oder zu Hause getankt werden. Das Kraftfahrtbundesamt nennt für den Landkreis im Jahr 2016 nur 16 zugelassene Elektrofahrzeuge.

Mit dem hochaktuellen Thema der Elektromobilität befasste sich der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Handwerk, Gewerbe und Tourismus der Stadt Hagenow auf seiner jüngsten Sitzung.

Im Amt Zarrentin läuft ein Leader-Projekt

Gute Erfahrungen beim Aufbau einer öffentlichen Infrastruktur für Elektrofahrzeuge gibt es im Amt Zarrentin. Wie Heiko Frank aus dem Amt auf SVZ-Nachfrage sagte, läuft in dem Bereich östlich des Schaalsees ein Leader-Projekt zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur, an dem sich die Ämter Rehna, Gadebusch, Lützow-Lübstorf, Wittenburg und Zarrentin beteiligen. Projektpartner ist die Wemag. Man sei inzwischen bei der Feinplanung angekommen. Die Standorte für die öffentlichen E-Tankstellen stehen fest. Jetzt geht es um die Kosten, und dann erfolgt die Ausschreibung, so Heiko Frank.  Ziel sei es, noch in diesem Jahr das Projekt umzusetzen.

„Wir wollen von der Stadtverwaltung wissen, wie der Stand bei der Elektromibilität ist. Was ist angedacht,  wo können Ladestationen stehen, wer kann eingebunden werden, was kostet das und wie ist eine zeitliche Umsetzung möglich?“, sagte Ausschussvorsitzende Helga Lagemann zu Beginn der jüngsten Zusammenkunft und übergab das Wort an den Wirtschaftsförderer der Stadt, Roland Masche.  Es gebe von der Metropolregion Hamburg eine Studie der Uni Achen  zur Elektromobilität. „Darin enthalten ist eine Potenzialanalyse für Hagenow, wo gegebenenfalls auf Grund des Verkehrsaufkommens E-Ladestationen Sinn machen“, sagte er. Für Hagenow seien zwei Bedarfsräume ermittelt worden. Zum einen der Bereich vom Rathaus bis nach Toddin raus, ein weiterer Bereich konzentriert sich entsprechend der Studie auf die Steegener Straße, von den Discountern dort  bis hinein in die Gartenstraße. 

Die Ausschussmitglieder  Gerd  Dieter Schlink und Dietmar  Speßhardt machten deutlich, dass das vorrangige Interesse der Kommune  doch darin liegen sollte, nicht die Randbereiche abzudecken, sondern die Innenstadt zu beleben. „Wir wollen doch erreichen, dass wir mit den Ladestationen  Touristen in die Innenstadt holen“, so Dietmar  Spesshard.

Roland Masche wies darauf hin, dass sich hinter der Analyse ein Förderprogramm in Höhe von mehreren Millionen Euro vom Bund in Zusammenarbeit mit Eon verbirgt. Konkret geht es darum in der Metropolregion Hamburg 50 Ladestationen kostenfrei aufzubauen. „Wir als Stadt haben damit die Chance, in den beiden genannten Räumen jeweils eine Ladestation zu bekommen. Da ist ein Anfang, das Projekt läuft im Dezember aus. Deshalb ist es gut, dass wir darüber diskutieren“, so Masche.

Die Diskussion  machte deutlich, dass sich die Stadt Hagenow auf einem guten Weg befindet, es sei aber noch sehr viel zu tun, um eine regionale Struktur für die Elektromobilität aufzubauen. Der Ausschuss hat beratenden Charakter.

Auf SVZ-Nachfrage sagte gestern Wirtschaftsförderer Roland Masche, dass die Kommune einen Förderantrag zum Ausbau der E-Mobilität in der Metropolregion Hamburg stellen wird. Überdies will die Stadt auch eigene Schwerpunkte für Standorte von E-Tankstellen setzen. Und was das Betreiben der Anlagen betrifft, so müsse sich die Stadt Partner suchen. Es kann nach seinen Worten nicht Aufgabe der Stadt  sein, Ladestationen zu betreiben. Inwieweit hier die Stadtwerke oder

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erstellt am 21.Mär.2017 | 04:44 Uhr

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