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Hagenower Kreisblatt

26. Mai 2016 | 16:28 Uhr

Die beliebten Fragen zum Wochenende : Von Zündkerzen und Schnauzern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Tania Kienast betreibt seit 2000 an B 195 beliebten Bikertreff. Ihr Traum: Mit Hundeschlitten durch Skandinavien und ein Ural-Gespann.

„Da musstest du immer eine Tüte mit Zündkerzen in der Tasche haben, weil die Ural ewig gebockt hat und oft kaputt war“, erinnert sich laut lachend Tania Kienast an ihre Anfänge in der Bikerwelt. Das war 1986. Im Jahre 2016 wedelt die 53-Jährige, wann immer sie kann, mit einer flammend roten Suzuki SV 1000, einem zweizylindrigen Sporttourer, um die Kurven. „Ich fahre zügig, aber nicht riskant“, erklärt die gebürtige Ratzeburgerin, die seit 2000 in Kaarßen an der B 195 einen Bikertreff betreibt, der ihren Namen trägt. Das war früher mal ein Stall, den sie in bewundernswerter Weise seit 1999 zu einem rustikalen Ort umgebaut hat, auf den sich Motorradfahrer aller Marken gern und oft einnorden.

„Ich wollte schon immer einen Job dort haben, wo ich auch wohne. Und hier war Bedarf für ein Café mit Imbiss“, gesteht die Gastronomin, während ihr die beiden Riesenschnauzer-Rüden Igor und Bolle wie verschmuste Katzen um die Beine streichen. „Die wollen nur spielen, führen sich aber manchmal wie kleine Kinder auf“, sagt Tania Kienast und lächelt die beiden schwarzen Hunde liebevoll an. Deren Herumtollen bereichere ihr Leben auf turbulente Weise, gesteht sie. Beim Pott Kaffee und prasselndem Kaminfeuer beantwortete die Mutter zweier erwachsener Kinder SVZ-Redakteur Thorsten Meier die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Arbeite um zu leben und nicht umgekehrt. Knechten ist so sinnlos.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Am Krebssee in Lehmrade bei Mölln. Da ist es landschaftlich einfach nur toll.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In der Küche im Restaurant „Die Fabrik“ in Hamburg. Da war ich wohl so etwa 16 Jahre alt.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für meinen Lebensunterhalt. Ich bin früh zu Hause ausgezogen, da musste ich meine Miete selber bezahlen.
Wo findet man Sie am ehesten?
Von April bis Ende Oktober in Kaarßen im Tania-Bikertreff.
Was stört Sie an anderen?
Unhöflichkeit, denn jeder Mensch hat ein Mindestmaß an Höflichkeit verdient.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Freund Max, weil er so bodenständig ist. Er ist einer der wenigen Menschen, die höflich sind. Der seine Werte wie Aufrichtigkeit, Großzügigkeit, Mitmenschlichkeit und Geradlinigkeit auch lebt.
Was würden Sie gern noch können?
Ich kann eigentlich fast alles. Was ich machen möchte, kann ich auch.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Die kleinen Dinge des Lebens. Das, wo viele von uns achtlos dran vorbeilaufen. So wie der Sonnenschein hinter den Wolken vor der Tür. Das sind Glücksmomente.
Wen würden Sie gern einmal treffen?
Ich kenne eine Menge Menschen. Deshalb ist es mir auch nicht besonders wichtig, irgend jemanden besonderes zu treffen. Promis sind auch nur ganz normale Menschen. Die meisten jedenfalls. (schmunzelt)
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Ganz viel Gemüse. Hoffentlich schaut da jetzt keiner rein. (lacht)
Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Hausmannskost. Beispielsweise Schweinemedallions mit Bohnen und Salzkartoffeln. Dazu ein Rohkostsalat von Äpfeln und Möhren, einfach nur verdammt lecker. Könnte ich sofort essen....
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meinen Staubsauger und die Waschmaschine. Es gab schon mal eine Zeit, da hatte ich beides nicht. Das war ganz schön anstrengend.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Mit einem Hundeschlitten durch Skandinavien reisen. Und mir wieder eine Ural, ein Russenboxer mit Gespann anschaffen. Damit ich Igor und Bolle auch mal mitnehmen kann.
Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Nett.
Wo ist für Sie Heimat?
Überall dort, wo ich mich wohlfühle, also durchaus auch an wechselnden Orten. Heimat trägt man im Herzen.
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten?
1. Ganz viel Gesundheit.
2. Ein möglichst langes Leben ohne Siechtum am Ende.
3. Eine große Portion Glück auf all’ meinen Wegen.
Verraten Sie uns etwas, was keiner von Ihnen weiß?
Ich habe keine Geheimnisse, wirklich nicht.
Wie wichtig ist die Liebe in Ihrem Leben?
Die Liebe ist mir sehr wichtig. Sie überwindet alle Probleme und Grenzen. Ohne sie sind wir nur Vögel mit gebrochenen Flügeln.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Katrin und Ronny Schmecht aus Kaarßen, die haben eine Dreherei. Das ist bestimmt interessant.

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erstellt am 27.Feb.2016 | 12:00 Uhr

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