zur Navigation springen

Hagenower Kreisblatt

08. Dezember 2016 | 12:51 Uhr

Gresse : Vollsperrung sorgt für Einbußen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Anwohner und Einzelhandel leiden unter den Bauarbeiten an der Boizebrücke zwischen Schwanheide und Gresse

Die Vollsperrung der Boizebrücke an der K1 zwischen Schwanheide und Gresse belastet viele Anwohner und sorgt für erhebliche Umsatzeinbußen im Einzelhandel. Arztbesuche, Einkaufen, Klönen zwischen den Konsum-Regalen – das alles ist seit Beginn der Sanierungsarbeiten Mitte August (SVZ berichtete) für viele Bürger vor allem aus Schwanheide nicht mehr so ohne Weiteres möglich.

1,3 Kilometer mehr sind es jetzt in den Nachbarort, insgesamt mindestens sechs Kilometer, schätzt Schwanheides Bürgermeisterin Stefanie Humpke. „Das war belastend“, resümiert sie gestern auf Nachfrage die letzten Monate. Das Einkaufen habe sich nach Boizenburg, Büchen oder Lauenburg verlagert. Sonst hätten viele, vor allem ältere Einwohner ohne Auto, im Konsum in Gresse Eier, Wurst oder Brötchen besorgt. Auch der Allgemeinarzt sei derzeit für einige Bürger nicht zu erreichen. Sie müssten ihre Termine verschieben oder sich eine Mitfahrgelegenheit organisieren. Man müsse sich eben darauf einstellen, so die Bürgermeisterin. Und „die Hilfsbereitschaft ist groß“ im Ort. Nachbarn unterstützen sich, bringen zum Beispiel Einkäufe für jemanden mit.

Währenddessen hat der Konsum mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Zahlen wollte das Unternehmen nicht nennen. Nur so viel: „Das tut uns wirklich weh“, sagt Marktleiterin Anke Kudling. Auch, wenn sie als Handelskette das Glück hätten, Verluste durch andere Märkte kurzzeitig kompensieren zu können. Etwa 100 Kunden am Tag fehlen derzeit. Und damit auch die Gespräche zwischen den Laden-Regalen. „Viele Kunden treffen sich hier und erzählen“ sonst, so die Verkäuferin. Sie hofft nun, dass sich mit Ende der Bauarbeiten Ende November alles wieder einrenkt und keine Kunden dauerhaft wegbleiben.

Entgegen einiger Beobachtung aus Schwanheide herrscht an der Baustelle kein Stillstand. „Wir sind im Zeitplan“, sagt Andreas Bonin vom Landkreis Ludwigslust-Parchim. In der letzten Woche wurden gerade die Kappen für die Brückengeländer betoniert, vorgestern der Grobasphalt aufgebracht. Und so soll es in den kommenden Wochen schrittweise weitergehen, auch wenn derzeit erster Frost den Fortschritt behindern könnte, so Bonin. „Aber dann bringen wir Wärmetechnik ein, um den Zeitplan zu halten.“

Die Sanierung der maroden Brücke wird im Zuge der Straßensanierung der K 1 für 160  000 Euro durchgeführt. Eine Behelfsbrücke war aus Kostengründen nicht möglich.

zur Startseite

von
erstellt am 04.Nov.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen