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Hagenower Kreisblatt

05. Dezember 2016 | 15:31 Uhr

Hagenow : Und täglich öffnet sich dieses Tor

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lebendiger Advent in der Hagenower Stadtkirche: Ab Sonntag 17 Uhr geht es los mit den täglichen Überraschungen bis zum 24. Dezember

Es gibt Traditionen in der Stadt, die haben sich schnell etabliert. Der lebendige Adventskalender, der täglich in der Stadtkirche die Zeit bis zum Weihnachtstag verkürzen wird, gehört dazu.

Inzwischen zum 13. Mal gibt es die täglichen Aktionen, immer pünktlich um 17 Uhr gibt es kurzweilige „Veranstaltungen zum Innehalten“. Wie kam es zu der Idee dieser außergewöhnlichen Aktion: „Wir haben die schöne Stadtkirche mit dem großen Tor vor der Turmkapelle, das sich zur Langen Straße hin öffnet. Da bietet sich einfach die Gelegenheit für offene Einladungen an. Jeder soll sich willkommen fühlen“, erklärte Pastor Volker Höppner dazu. Auf die Frage, was den Besucher täglich ab 17 Uhr erwartet, antwortet er: „Wir öffnen jeden Abend die Tür. Im Laufe der Jahre konnten wir mit vielen anderen zusammen ein tolles Programm entwickeln. Auf die großen und kleinen Gäste wartet täglich eine kleine Überraschung, die einladen will, die Adventszeit bewusst zu genießen: eine kleine Geschichte, ein musikalischer Leckerbissen, etwas Nachdenkliches oder Humorvolles zum Innehalten und Atem holen. Wir schenken ein Stück Geborgenheit in der sonst so kalten dunklen Zeit“.
Dabei sind die einzelnen Veranstaltungen recht unterschiedlich. Das Programm wird lebendig durch die vielen Gruppen und Personen, die das Programm tragen. Für jeden Tag sind rund 20 Min Programm geplant, so dass man zum Beispiel nach einem Einkauf vor dem Nachhauseweg noch mal innehalten kann. Das vollständige Programm liegt übrigens in der Kirche aus. In diesem Jahr erhält es einen starken internationalen Akzent. Denn Weihnachten wird in der ganzen Welt gefeiert. Und die zeigt sich auch in Hagenow: So vermittelt der Chor Nostalgie Weihnachtsstimmung aus Russland und der Ukraine, Pastor Höppner gibt einen Eindruck vom Weihnachtsfest in Papua-Neuguinea, der Luciachor aus Schweden veranstaltet ein Schwedisches Lichterfest, mit Nikolaus befinden wir uns auf hoher See im Mittelmeer, Pastor Thomas Robatzek berichtet von Schafen in der Stadt (eine amerikanische Weihnachtskrippe) und in der Kirche erklingt das berühmte Halleluja aus dem Meisterwerk „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel, das in England komponiert wurde.
Am Sonntag öffnet sich die Tür in diesem Jahr zum ersten Mal. Gemeindepädagogin Simone Muschik mit ihren Helfern hat für die großen und kleinen Zuschauer eine Überraschung vorbereitet. Vielleicht erinnert sich jemand noch an das letzte Jahr, als die Hirten aus der Kiste kamen. Die Kiste mit der Krippe war über das Jahr verschwunden. Nun steht sie wieder da und wir dürfen gespannt sein, wer oder was nun aus der Kiste steigt. Für ein warmes Getränk mit etwas Gebäck ist gesorgt.
Alle sechs Jahre werden die Leitungsgremien in den Kirchengemeinden neu bestimmt. Seit dem 13. November und noch bis Sonntag sind alle Kirchenmitglieder die das 14. Lebensjahr vollendet haben, zur Stimmabgabe aufgerufen. Sonntag ist der letzte Wahltag. Bisher spricht die Kirchgemeinde von einer guten Beteiligung bei der Wahl.

Die Leitung der Gemeinde ist nach lutherischem Verständnis gemeinsame Verantwortung von dazu gewählten Gemeindegliedern und Pastorinnen und Pastoren. Als Kandidaten haben sich Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, verschiedener Berufs- und Lebenserfahrungen aufstellen lassen. Als sogenannte Kirchenälteste sollen sie ehrenamtlich Verantwortung in der Kirchengemeinde mit ihren 1900 Mitgliedern übernehmen. Die Amtszeit des Leitungsgremiums, dem ebenso die jeweilige Pastorin bzw. der jeweilige Pastor angehören, beträgt sechs Jahre.

Konkret leitet der Kirchengemeinderat (KGR) die Gemeinde vor Ort, führt ihr Personal und verwaltet ihr Vermögen. Dazu gehört auch der Friedhof. Das Ehrenamt umfasst ebenso das Mitgestalten der Gottesdienste, Besuche bei Gemeindegliedern oder den Kontakt zur Öffentlichkeit. Die Evangelische Kirche baut sich sehr bewusst „von der Basis her, von den Gemeinden auf“, sagen die beiden Kirchenkreis-Wahlbeauftragten Jörg-Peter Vick (Mecklenburg) und Hartmut Dobbe (Pommern). „Um seine Aufgaben zu erfüllen, braucht der Kirchengemeinderat ein starkes Mandat, sprich einen Vertrauensvorschuss der Mitglieder in den Kirchengemeinden.“ Wählen dürfen jetzt nordkirchenweit übrigens schon alle 14-jährigen Gemeindeglieder, in MV war dies schon vor Gründung der Nordkirche gängige Praxis.

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erstellt am 25.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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