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Hagenower Kreisblatt

08. Dezember 2016 | 10:51 Uhr

20 Fragen zum Wochenende : Transalp-Traum: Nordkap erobern

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bäckermeister Klaus Grimm würde gern mal Uwe Seeler treffen, Bergsteigen oder mit seiner Honda und Kumpels auf Reisen gehen

Das Herumschrauben an seiner Honda-Transalp weckt bei Klaus Grimm viele Erinnerungen. „Ich habe schon als 14-Jähriger gerne den Kumpels geholfen. Besonders Zündung einstellen war sehr gefragt. Das konnte kaum einer. Ich habe mir sogar eigenes technisches Gerät dafür gebaut, um den genauen Zündpunkt beim Kolben zu finden“, verrät der gebürtige Benniner. Der schmunzelnd über das erste Firmenauto der 1931 von Urgroßvater August Grimm gegründeten Bäckerei berichtet. „Der alte Framo kam in Brahlstorf damals kaum den Berg hoch. Beim Beladen musste man sich sehr zurückhalten, wenn man nicht schieben wollte.“

Das Händchen fürs Technische hat sich Bäckermeister Klaus Grimm, der 1987 den Familienbetrieb mit Frau Birgit übernahm, bis heute bewahrt. In seinen Beruf sei er mangels Alternativen so reingerutscht, verriet er im Gespräch mit der Lokalredaktion. SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortete der 58-Jährige in seiner großen Wohnküche die beliebten Fragen zum Wochenende. Während aus der Backstube der betörende Duft von frischem Blechkuchen unter der Tür durchweht.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Immer an das Gute im Menschen glauben.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In der Gartenlaube am Grill auf dem Hof.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit Moped reparieren. Besonders Zündung einstellen, das war eine Wissenschaft für sich. Ich habe mir sogar eine Zeigeruhr zum Einstellen des Zündpunktes gebaut. Mit Batterie und Lampe.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Für die Ersatzteile eines SR 2, im Volksmund auch liebevoll „Essigpisser“ genannt (grinst)
Wo findet man Sie am ehesten?
In der Backstube. Ich stehe jeden Tag um 2 Uhr auf und arbeite bis gegen 9 Uhr. Da gewöhnt man sich dran. Ich brauche eigentlich auch keinen Wecker mehr.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit, Arroganz und Prahlerei. In genau dieser Reihenfolge.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Vater Günter Grimm. der hat trotz schwerer Krankheit die Firma hochgehalten, bis wir übernehmen konnten. Es hat sie für uns am Leben erhalten.
Was würden Sie gern noch können?
Bergsteigen würde ich gern noch können. Sich überwinden, Höhen zu erklimmen. Aber auch ein Segelschiff fahren zu können, einen Dreimaster, das stelle ich mir sehr reizvoll vor.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Wenn man selbst und die Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte gesund sind. Wenn man Arbeit und sein Auskommen hat.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Sowohl, als auch. Manchmal entscheide ich aus dem Bauch heraus, was nicht immer gut ist. (zuckt mit den Schultern und lächelt)
Wonach suchen Sie im Leben?
Neue Länder, andere Menschen kennenlernen. Ich versuche auch immer ein wenig die Sprache zu sprechen, die dort vorherrscht.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Käse und Schinken.
Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Bürgerliche und griechische Küche. Die Griechen können so schön grillen. Aber auch eine originale Pizza in Rom in einer Seitenstraße zu verspeisen, ist ein wahrer Gaumenschmaus.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Mit meinem Motorrad ans Nordkap fahren. Am besten mit ein paar Kumpels. Es ist und bleibt ein Traumziel. Auch wenn es da ja wohl ’ne Menge Mücken geben soll.
Wen würden Sie gern mal treffen?
Uwe Seeler von der Altherrenriege das HSV, den mag ich wegen seiner Bodenständigkeit.
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
ruhig
Wo ist für Sie Heimat?
In Bennin.
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Onkel und Tante besuchen in Luckenwalde. Dort gab es auch eine duftende Backstube, die ist mir in Erinnerung geblieben.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf die Familie, sie ist mein Anker im Leben und erdet mich.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Meinem Cousin Thomas Grimm aus Wittenburg. Er ist der geborene Verkaufsfahrer. Er hat 25 Jahre bei mir gearbeitet. Der verkauft einem ein Pferd, obwohl man nur eine Katze wollte. (lacht schallend und klopft sich vor Vergnügen auf die Schenkel)

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erstellt am 08.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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