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Hagenower Kreisblatt

07. Dezember 2016 | 11:35 Uhr

Hagenow : SEK nimmt Drogendealer fest

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt. Zwei mutmaßliche Täter aus Albanien und Hagenow dem Haftrichter vorgeführt.

Was ist denn eigentlich in Hagenow auf dem Kietz los? Das fragte uns am Montag gegen 22.30 Uhr über Facebook ein aufmerksamer Leser. Und berichtete von etwa 30 teils schwerbewaffneten Polizeikräften, die dort gegen 16 Uhr in der Nähe des Konsums beim Getränkemarkt drei Fahrzeuge kontrolliert haben sollen. Die waren, so informierte unser Leser weiter, mit einigen Männern besetzt.

Nachfragen der Lokalredaktion bei der hiesigen Polizei, der Polizeiinspektion in Ludwigslust sowie dem Landeskriminalamt in Rampe ergaben, dass die Oberstaatsanwaltschaft in Schwerin die Pressehoheit zu diesem Fall habe. Und nur sie alleine auskunftsberechtigt sei.

„Ja, es gab in Hagenow tatsächlich einen Einsatz des Spezialeinsatzkommandos des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern und somit zwei Festnahmen wegen des Verdachtes des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge“, bestätigte gestern gegenüber der SVZ Oberstaatsanwältin Claudia Lange. Demnach seien ein 21-jähriger Albaner, der aus Hamburg stamme, sowie ein 28-jähriger Hagenower bei einer geplanten Drogenübergabe überrascht worden.

Etwa 100 Gramm Kokain sichergestellt

„Es wurden ungefähr 100 Gramm Kokain mit einem geschätzten Marktwert von etwa 10 000 Euro bei einem der mutmaßlichen Händler gefunden“, berichtet die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Schwerin weiter. Den exakten Marktwert bestimme jedoch immer der Reinheitsgehalt des Kokains, der noch genau untersucht werden müsse. „Kokain ist keine weiche Droge und sehr teuer“, stellt Claudia Lange am Telefon klar. Die beide unter Verdacht stehenden Männer seien gestern Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt worden, berichtet sie abschließend.

„Als ich die SEK-Leute und die anderen Beamten im Einsatz gesehen und erlebt habe, war mir schnell klar, dass das wohl etwas mit Drogen zu tun haben muss“, erinnert sich der 27-Jährige, der bei der Schweriner Volkszeitung nachgefragt hatte und die Redaktion somit auf die Fährte ansetzte.

Er bekennt: „Ich habe ganz kurz durchgeatmet, als die Beamten in meiner unmittelbaren Nähe zum Einsatz kamen und bin dann aber einkaufen gegangen. Wenn plötzlich vermummte Männer mit Feuerwaffen auf einen zukommen, wird einem doch schon etwas mulmig zumute.“

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erstellt am 08.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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