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Hagenower Kreisblatt

07. Dezember 2016 | 13:21 Uhr

Düssin: Wohnhaus in Flammen : Schock am frühen Morgen

vom

Düssiner Familie verliert fast fertig saniertes Haus durch Brand. Ursache unklar

Eigentlich waren sie fast fertig, wollten nach Monaten der unermüdlichen Sanierung endlich ins Haus einziehen. Doch seit gestern Früh ist für Familie P. aus dem kleinen Düssin in der Gemeinde Brahlstorf der Traum vom schönen Haus vorbei. Als die Frau des Hauses früh gegen 4 Uhr  im Wohnwagen vor dem Haus aufstand, schlugen bereits die ersten Flammen aus dem Dach des direkt daneben stehenden Gebäudes. Eine Viertelstunde später, so berichteten es die Familienmitglieder im Gespräch mit der SVZ, sei alles zu spät gewesen. Da stand der Dachstuhl bereits in Flammen. In einer nicht ungefährlichen Aktion retteten sie noch wichtige Papiere über ein Seitenfenster, mehr ging dann nicht. Die Feuerwehren der Gegend waren schnell da, konnten löschen, auch die Drehleiter aus Lübtheen war im Einsatz. Doch der riesige Schaden war nicht mehr zu vermeiden. Die Polizei schätzte den Schaden gestern auf einen  Wert zwischen 150 000 und 200 000 Euro. „Das Haus, das gegenwärtig modernisiert wird, gilt derzeit als unbewohnbar. Der Dachstuhl ist zudem einsturzgefährdet“, teilte die Polizei mit.

Weiter heißt es: „Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Derzeit ist noch unklar, wodurch das Feuer im Dachstuhl des Hauses ausgelöst wurde. “

 SVZ traf die Familie gestern Vormittag vor der Brandruine des Hauses. Nein, eine Ahnung zur Ursache habe man auch nicht, erzählten alle in einer Mischung aus Schock und  Gefasstheit. Seit März hatten die Eltern der Familie im Wohnwagen vor dem Haus gelebt, und die ganze Familie zusammen hatte das Haus aus Familienbesitz grundlegend saniert. Von der Dämmung über die Fußböden, alle elektrischen Leitungen, alles war in mühsamer Arbeit meist an Wochenenden erneuert worden.

Gestern Vormittag  war alles vorbei. Das Löschwasser stand hoch in der Küche, die Wände aufgeweicht, das verklinkerte Haus einsturzgefährdet. „Das können wir zusammenschieben, da ist wohl nicht mehr viel zu retten“, war die Familie gestern realistisch. Die für das Haus bestellten neuen Möbel werden erst einmal eingelagert. Wie es weitergehen kann, war gestern noch völlig unklar. Die Polizei hatte das Haus gesperrt, der Sachverständige der Versicherung wurde erwartet. Die Anteilnahme im Dorf war groß, auch wenn es einige Schaulustige gab.

Brahlstorfs Bürgermeister Sven Herzog war gleich am Morgen bei der Familie P., die gleich eine Soforthilfe ausgezahlt bekam. Auch sonst wurde Hilfe angeboten. Doch Glück im Unglück, zwei Kinder wohnen direkt nebenan. Die beiden Eltern, die in das Haus einziehen wollten, werden wohl dennoch in ihren Wohnwagen zurückgehen. Das klingt schlimmer als es ist. Für die sanitären Bedürfnisse steht ein modern umgebautes Nebengebäude neben dem Wohnwagen, und dieses Häuschen ist unbeschädigt geblieben.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 11:06 Uhr

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