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Hagenower Kreisblatt

09. Dezember 2016 | 22:16 Uhr

Wittenburg : Russen im Wittenburger Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ein Fotografischer Schatz wird in der Stadt gezeigt, wo er gehoben wurde. Es ist ein Projekt vom Gymnasialen Schulzentrum und Museum Hagenow

Seit gestern sind im Wittenburger Rathaus Porträts von russischen Soldaten zu sehen, die die Wittenburger Fotografin Elli Hartmann nach Ende des Zweiten Weltkrieges fotografierte. Als sie Rentnerin wurde, zog sie nach Westdeutschland und versteckte die Negativ-Glasplatten  in einer Zwischenwand ihres Hauses in Wittenburg. Damit verschwanden diese Zeitzeugnisse für Jahrzehnte von der Bildfläche. Die Wittenburger Fotografin Eva Pallas arbeitete danach in dem Gebäude in der Wittenburger Innenstadt, bis es Wenke Baumert erwarb. Als die junge Fotografin das Haus sanierte, wurde im Jahre 1997 in einer Zwischenwand dieser fotografische Schatz gehoben, mit dem sich jetzt Schüler der 11. Klasse  vom Gymnasialen Schulzentrum (GSZ) zur Eröffnung der Ausstellung „Die Russen kommen“, am Mittwoch befassten.

Vor der öffentlichen Veranstaltung am 9. November im Rathaussaal gedachten Vertreter des öffentlichen Lebens der  Stadt den Opfern des Nationalsozialismus. Sie legten an den Stolpersteinen von Martha und Max Lazarus  sowie von Anna und Philipp Stiel in der Großen Straße  Blumen nieder.

Danach ging es in den Rathaussaal zur Ausstellungseröffnung, zu der die Stadt Wittenburg, das Gymnasiale Schulzentrum und das Museum Hagenow eingeladen hatten. Grundlage der Schau sind die Fotos von Elli Hartmann. In einem gemeinsamen Projekt zwischen Museum und GSZ machten die Schüler der 11. Klasse von Claudia Arnold ihre Gedanken beim Betrachten der historischen Fotos öffentlich. Das Museum Hagenow hat zu dem Thema ein Buch heraus gegeben. Die Schau ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses oder nach Absprache zu sehen.

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erstellt am 10.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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