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Hagenower Kreisblatt

10. Dezember 2016 | 15:39 Uhr

Kirch Jesar : Privates Schwimmbad mitten in Texas

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Unternehmer Joseph Bohne-Winkel hat über Jahre hinweg zielstrebig an seinem Projekt für die Hagenower Region gebaut

Eigentlich wäre alles bereit: Im Pool mit seinen 18 Metern Länge und 6,5 Metern Breite sind die 120 Kubikmeter Wasser längst eingelassen und vorgewärmt. Ein- und Überlauf sind fertig, es ist warm. Doch noch ist von den Badegästen nichts zu entdecken, es gibt eben noch zahlreiche Restarbeiten in dem größten Hallen-Schwimmbad der Hagenower Region zu erledigen. Doch im kommenden Frühjahr will der Erbauer und Investor Josef Bone-Winkel sein Bad für die Öffentlichkeit zugänglich machen. Zusammen mit einer Sauna- und Erholungslandschaft, die ebenfalls im Bau ist. Für den aus Nordrhein-Westfalen stammenden Unternehmer wäre dann mit seiner Familie ein Wendepunkt erreicht. Schließlich hatte er den Bau der privaten Schwimmhalle in den vergangenen Jahren immer wieder angekündigt. Viele hatten Zweifel. Jetzt kann jeder kommen und sich das Bad ansehen. „Wir haben immer so investiert, wie es finanziell möglich war. Hier steckt mehr als eine halbe Million Euro drin“, erklärt er im SVZ-Gespräch die lange Zeit.

Wir sind in Texas, einem Ortsteil von Kirch Jesar, ganz in der Nähe der Eisenbahnlinie nach Schwerin. Vor vielen Jahren war hier ein verfallenes Gehöft, jetzt ist eine ansehnliche Siedlung gewachsen, in der aktuell 56 Menschen wohnen. Es gibt Dauermieter, aber auch  Ferienwohnungen, einen Teich, ein Beachvolleyballplatz, die Physiotherapie seiner Frau. Und es gibt den in der Region bekannten Garten- und Landschaftsbau seines Sohnes Tobias Bone-Winkel mit aktuell 15 Mitarbeitern.

Die Sauna könnte noch in diesem Jahr öffnen, der Familienvater berichtet zusätzlich von den Plänen für einen großen Campingplatz mit bis zu 150 Stellplätzen.

Doch die vorläufige Krönung des gut sieben Jahre dauernden Aufbauwerkes soll die Schwimmhalle werden. Es fehlen noch die Handläufe, der Maler hat noch viel zu tun, doch im Prinzip steht die Anlage. Beheizt wird das Becken über eine Hackschnitzelheizung, den Rohstoff bezieht die Familie von einem Hagenower Unternehmen. „Das ist viel billiger als Gas und wir können das Becken problemlos auf 32 Grad Wassertemperatur hoch heizen“. Das wäre dann für das Babyschwimmen wichtig, das es aktuell in der Region nicht gibt.

Für die dauerhafte Nutzung der Halle schwebt Bone-Winkel eine Monatskarte zwischen 55 und 60 Euro vor, die Inhaber könnten dann innerhalb der Öffnungszeiten schwimmen kommen. Auch für den Schwimmunterricht sei das Becken, das eine Tiefe von 1,35 Metern hat, geeignet.

Erste Vorgespräche mit einigen Schulen soll es bereits gegeben haben. Die nächsten Schwimmhallen stehen erst  in Schwerin, Wismar, Güstrow, Bad Wilsnack, Lüneburg oder Mölln. Für die relativ geringe Tiefe des Beckens gibt es einen Grund, ab 1,36 Meter  müsste der Betreiber ständig einen Bademeister beschäftigen. Das wäre zu teuer.

Texas, ein Ferienparadiese zum Entspannen und Erholen- Für diesen Traum hat der Bauunternehmer nach eigenen Angaben insgesamt drei Millionen Euro investiert. Erst vor wenigen Wochen gab es den Start für die Vermietung der Ferienwohnungen. Der lief gut. Doch es gibt es ein Manko, das sich vor allem bei jungen Leuten auswirkt. Der Internetempfang in Texas ist unterirdisch schlecht. „Leider soll sich das auch nicht ändern, es sei denn, wir nehmen wieder zehntausende Euro in die Hand. Doch das kann es ja auch nicht sein.“

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erstellt am 20.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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