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Hagenower Kreisblatt

30. August 2016 | 16:57 Uhr

Neuhaus : Ort für Begegnung wünschenswert

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Initiative „Neuhaus hilft“ hofft auf Anmietung des Sozialkaufhauses. Etwa 30 Mitglieder leisten wöchentlich rund 100 Stunden Ehrenamtsarbeit

Kann es vielleicht doch noch mit einer Begegnungsstätte zwischen Neuhausern und Flüchtlingen im ehemaligen Sozialkaufhaus klappen? Die Initiative „Neuhaus hilft“ würde sich das sehr wünschen. Aber dafür braucht es ein kurzes und knackiges Konzept, wie Bürgermeisterin Grit Richter beim Netzwerktreffen am Donnerstag unterstrich. Denn die Mitglieder im Verwaltungsausschuss müssten überzeugt sein, dass es für die Gemeinde sinnvoll und finanziell tragbar ist, monatlich für die Anmietung 1000 Euro plus Nebenkosten zu bezahlen.

Slivia Saalmann, Susanne Paulun und Sigbert Helle von der Initiative wollen sich nun zeitnah zusammensetzen, um das Konzept zu erarbeiten. Ziele wurden bereits zum Netzwerktreffen formuliert. Die Begegnungsstätte soll ein Anlaufpunkt für die in Neuhaus untergebrachten Flüchtlinge sein und gleichzeitig als Begegnungsort für die Einheimischen und die Neubürger genutzt werden.

Die Gemeinde könnte das Gebäude anmieten und der Initiative zur Verfügung stellen. Die Ausstattung kann zum einen durch Sachspenden erfolgen und zum anderen durch Anschaffungen aus Spendengeldern. Auch hier war die Initiative schon unterwegs und kann auf Bares sowohl vom Lion’s Club als auch von der Spendeninitiative „Total hilft Helfern“ hoffen. Dabei handelt es sich immer um einmalige Summen. Eine Mietzahlung kann nicht gespendet werden.


Schon fast 30 Mitglieder in der Initiative


Inzwischen beteiligen sich an der Initiative „Neuhaus hilft“ fast 30 Menschen. Doris Graefe war von Beginn an dabei und freut sich, dass es inzwischen so viele Helfer gibt. Es wird Deutschunterricht geben, Neuankömmlinge werden in der Anfangszeit begleitet, es gibt Helfer, die Fahrdienste machen oder helfen, Möbel zu schleppen. Andere sind jeden Sonnabend um 11 Uhr in der Kleiderbörse, um Spenden entgegenzunehmen oder welche auszugeben. Nicht mehr gebrauchte Fahrräder werden eingesammelt und so repariert, dass sie verkehrstüchtig sind.

Beim jüngsten Netzwerktreffen versuchte Silvia Saalmann, die Stunden zusammenzufassen, die von den Mitgliedern der Initiative geleistet werden und kam bei einem Überschlag auf gut 100 Wochenstunden. Die Zeit für die Netzwerktreffen oder das Café Miteinander kommen noch oben drauf. Von der Verwaltung wird die rein administrative Arbeit geleistet.

Inzwischen ist die Zahl der der Gemeinde zugewiesenen Flüchtlinge auf 79 angestiegen. Einige wenige sind der Initiative aber auch schon wieder abhanden gekommen. Sie sind in Neuhaus gemeldet, bekommen hier ihr Asylgeld ausgezahlt, sind aber ansonsten „irgendwo anders“.

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erstellt am 31.Jan.2016 | 10:52 Uhr

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