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Hagenower Kreisblatt

10. Dezember 2016 | 06:05 Uhr

Besuch im Hagenower Kreisblatt : Jung-Reporter planen Schulzeitung

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Sieben Mädchen und Jungen des Hagenower Stock-Gymnasiums besuchten gestern die SVZ, um sich über den Redaktionsablauf zu informieren

Aller Anfang ist bekanntlich schwer: Sie haben sich viel vorgenommen, die sechs Mädchen und der eine Junge der 7. Klasse des Robert-Stock-Gymnasiums. Bis spätestens Sommer nächsten Jahres wollen sie nämlich die erste Ausgabe einer Schülerzeitung herausbringen. Als eine Mischung zwischen Teeny-Zeitschrift und Nachrichtenblatt. „Fresh & Flash“ soll es heißen, darüber sind sich die Sieben bereits einig und haben dafür jede Menge Ideen.

„Ich würde gern etwas über Massentierhaltung schreiben“, verrät Celine Joel Koepke aus Hagenow Heide. Es werde ihrer Meinung nach viele zu viel Fleisch produziert und gegessen, meint die 12-Jährige beim gestrigen SVZ-Besuch. Sie und ihre Mitstreiter wollen sich im Rahmen ihres Unterrichtes nicht nur über den Redaktionsablauf informieren, sondern auch in Erfahrung bringen, wie eine Zeitung überhaupt entsteht. Woher die Themen kommen, wie es sich mit den Persönlichkeitsrechten an Fotos verhält und wie man ein Interview führt?

Tim Stahl aus Lübtheen hat vor, über Pop-und Rockstars zu schreiben. „Ich höre gern Musik von Pink Floyd, Metallica und AC/DC. Dazu Rezensionen zu verfassen, wäre echt mein Ding“, sagt der 12-Jährige.

Dinge kritisch zu hinterfragen und Quellen zu recherchieren, sei das Anliegen dieses Projektes, betont Hendrick Schatte. Der Berufspädagoge (IHK) betreut die Gymnasiasten seit sechs Wochen bei ihrem Vorhaben. Das örtliche Gymnasium kooperiere im Übrigen mit der BBS Start, berichtet der gebürtige Hamburger weiter, der in Hagenow zu Hause ist. „Ihr Interesse an diesem Zeitungsprojekt ist groß. Das hat mich doch schon ein wenig erstaunt. Ich bin gespannt, ob sie ein selbst gesuchtes Thema auch umsetzen können“, gesteht der 57-Jährige.

Das wären zum Beispiel Internet, Apps und Social-Networks. „Ich würde gern etwas über Youtube schreiben und die Macher dahinter“, erklärt Anna Pommerenke aus Kirch Jesar. Das halte sie für spannend, bekräftigt die 12-Jährige bei ihrem Redaktionsbesuch.

Über vom Aussterben bedrohte Rassen und Haustiere will Luisa Naber berichten. „Das interessiert mich sehr“, verrät die 12-Jährige aus Hagenow.

Für Promis, handfeste Skandale und lauschige Homestorys kann sich Marit Meletzki aus Strohkirchen medial erwärmen. „Ich finde es aufregend, wenn man etwas über den Menschen dahinter erfährt“, sagt die 13-Jährige.

Dass die erste Ausgabe ihrer Schülerzeitung kostenlos verteilt werden solle, darüber sind sich die sieben Gymnasiasten heute schon einig. „Wir wollen ja erst einmal herausfinden, wie das Blatt bei den 12- bis 17-Jährigen ankommt, ob es überhaupt auf ein Interesse stößt.“

Doch bis dahin haben sie noch sehr viel Arbeit vor sich. Jetzt wollen sie erst mal daran gehen, die verschiedenen Artikel für ihr Erstlingswerk zu verfassen. Dass aller Anfang schwer ist, davon haben die jungen Medienleute gestern zumindestens eine erste Ahnung bekommen. Denn nach der Idee müssen Konzept und Themen von allen Seiten näher beleuchtet werden. Jede zweite Woche für etwa anderthalb Stunden. Mehr Zeit haben die Heranwachsenden nicht, sich mit ihrem ehrgeizigen Projekt zu befassen. Insofern ist das avisierte Ziel durchaus anerkennenswert.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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