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Hagenower Kreisblatt

04. Dezember 2016 | 07:04 Uhr

Zühr : In der dunklen Jahreszeit ein Licht setzen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Sozialtherapeutischen Einrichtung nimmt an bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ teil

Eintausend Kerzen leuchten in den Nachthimmel.  Sie sollen ein Licht setzen in der dunklen Jahreszeit, die Menschen enger zusammenbringen. Und vielleicht  erfüllen sie auch den ein oder anderen Wunsch.

 Zum neunten Mal nahm die Wohn- Arbeits- und Lebensgemeinschaft (WALG)  in Zühr   an der bundesweiten Solidaritätsaktion „Eine Million Sterne“ teil.  Hierbei werden in ganz Deutschland öffentliche Plätze im Lichterglanz erstrahlen, für eine gerechte Welt, gegen Armut und Ausgrenzung. In diesem Jahr soll die Aktion   unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Marokko  zu Gute kommen. „Wir sehen den Wert der Aktion aber vor allem in der Begegnung“, sagt Thomas Olbrich aus der sozialtherapeutischen Einrichtung. Das solidarische Mitgefühl sei hier vor allem wichtig. „Wir sehen in unsrer täglichen Arbeit, was mit Menschen passiert, die dem Druck in unserer Leistungsgesellschaft nicht mehr standhalten“, so der Ergotherapeut, der seit zwölf Jahren in Zühr arbeitet. „Diese Menschen bleiben auf der Strecke.“ Mit der Aktion „Eine Million Sterne“ möchten sie  Kraft geben und Mitgefühl zeigen, für diejenigen, denen es nicht gut geht.

Zahlreiche Bewohner aus Zühr, Freunde, aber auch ehemalige Kollegen  kamen  am Samstagabend in die Wohn-, Arbeits- und LebensGemeinschaft, um gemeinsam ihr Licht anzuzünden. „Mit der Kerze kann sich jeder für  selbst  oder für einen anderen etwas wünschen und ihm das mit auf den Weg geben“, so  Olbrich. Dann wurden die rund eintausend Kerzen in Gläsern  auf den Vorplatz vor dem großen Gutshaus aufgestellt. „Wir haben uns in diesem Jahr für einen großen Kreis entschieden“, erklärt der Ergotherapeut. Aufgrund der Witterung – zu viel Schnee bedeckte die Erde – entstand diesmal kein großes Labyrinth. „Ich hoffe der Kreis wird  nicht zu akkurat“, fügt Olbrich noch hinzu. Denn auch das Leben habe Ecken und Kanten und  auch die Erde sei nicht rund. 

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erstellt am 13.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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