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Hagenower Kreisblatt

09. Dezember 2016 | 12:41 Uhr

Boizenburg : Gemeinsam gegen Gewalt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Aktion zum „Internationalen Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ in Boizenburg

Am 25. November findet der „Internationale Tag  für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ statt und aus diesem Anlass versammeln sich gleich neun Gleichstellungsbeauftragte aus Westmecklenburg in Boizenburg. „Wir arbeiten ja eng in unserer Regionalgruppe zusammen. Und als gefragt wurde, ob jemand für diesen Tag etwas geplant hat, habe ich ,Hier’ gerufen“, erklärt Beate Benz, die Boizenburger Gleichstellungsbeauftragte, die ungewöhnliche Versammlung. Gemeinsam mit den Kolleginnen aus Schwerin, Ludwigslust, Hagenow, Parchim, Grevesmühlen, Wismar  sowie den Landkreisen Ludwigslust-Parchim  (LUP) und Nordwestmecklenburg (NWM) plus Bürgermeister Harald Jäschke will sie am 23. November um neun Uhr das Banner des weltweiten Aktionstages  vor dem Boizenburger Rathaus hissen. Dann fahren alle gemeinsam mit einem Bus der Verkehrsbetriebe  Ludwigslust-Parchim (VLP) zur Bushaltestelle am ehemaligen „Kulti“.

Plakat gegen Gewalt in 15 Bussen der VLP

Denn einerseits hängt seit einigen Tagen in 15 Linienbussen das Plakat,  welches aus der Aufsehen erregenden  Ausstellung „Händeringend gegen Gewalt“ der jungen Boizenburger Fotografin  Diana Klug im letzten Jahr entstanden ist. Andererseits soll es ein Gemeinschafts-Foto der neun Gleichstellungsbeauftragten vor einem Großplakat in der Bushaltestelle zu dem Aktionstag geben.  Denn die neun Frauen wollen den Aktionstag natürlich zum Anlass nehmen, um auf das schwierige und sehr sensible Thema „Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam zu machen und vor allem, um  auf die Telefonnummer hinzuweisen, an die sich Frauen wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Diese Telefonnummer ist ganz groß auf dem Plakat zu sehen. Im Anschluss gibt es ein Pressegespräch, bei dem die Gleichstellungsbeauftragten von ihrer Arbeit erzählen.

Frauenfilmtage vom 22. bis 25. NovemberZeitgleich laufen in Boizenburg vom 22. bis 25. November die Frauenfilmtage. „Die haben hier schon eine lange Tradition, sie wurden schon von meiner Vorgängerin erfunden“, erzählt Beate Benz. Drei Filme haben sie und Kino-Mitarbeiterin Andrea Franke dafür ausgesucht. „In diesem Jahr gab es heiße Diskussionen. Wir haben uns  25 Trailer angesehen und  heftig diskutiert. Das hat Spaß gemacht“, so Beate Benz.  Sie wollte einen Mittelweg zwischen Mainstream und Arthouse finden, Filme, die viele, auch Männer ansprechen, denn die sind ebenfalls  zu den Frauenfilmtagen eingeladen.

Nun wird am Dienstag, 22. November, um 18 Uhr „MA MA - oder der Ursprung der Liebe“ gezeigt, ein Film von Julio Medem, in dem  eine Frau  mit dem  Brustkrebs um ihr Leben kämpft und dafür, auch nach ihrem Tod für ihren kleinen Sohn da zu sein.

Am  23. November kommt um 18 Uhr „The Girl King“ auf die Leinwand. Der Film von Mika Kaursimäki ist ein Biopic der schwedischen Königin Kristina Vasa, die 1632  mit sechs Jahren auf den Thron musste,  wie ein Junge erzogen wurde, den 30-jährigen Krieg beendete und sich in eine Frau verliebte.

Filmdiskussion mit Psychologin Tine Bräuer

Höhepunkt der Frauenfilmtage wird die Vorstellung am Freitag, 25. November, um 18 Uhr sein. Dann wird der Film „Gleißendes Glück“ von Sven Taddicken zu sehen sein, der gerade erst Premiere hatte. In dem Film ist Helene unglücklich in einer gewalttätigen Ehe gefangen, sie sucht Hilfe bei einem Psychologen, in den sie sich verliebt und der ihre Liebe erwidert. Doch Helenes Mann erfährt davon ...

Im Anschluss stellt sich die Psychologin Tine Bräuer von der Familienberatungsstelle Hagenow den Fragen der Zuschauer. Ursel Dipphold, die Leiterin des Frauenhauses Ludwigslust, wird ebenfalls anwesend sein. „Frau Bräuer hat ja hier in Boizenburg eine Selbsthilfegruppe für von Gewalt betroffene Frauen ins Leben gerufen. Wir wollten ihr mit dieser Filmvorstellung und der anschließenden Diskussion Gelegenheit geben, diese Gruppe vorzustellen und public zu machen“,  erläutert Beate Benz.

Übrigens  kosten bei den Frauenfilmtagen dank der Kooperation mit dem Landkreis LUP die ersten 30 Kinokarten pro Vorstellung nur drei Euro.

 

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erstellt am 16.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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