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Hagenower Kreisblatt

01. Oktober 2016 | 05:11 Uhr

Großansiedlung : Futuristisches Werk in Gallin eröffnet

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Hunderte Gäste sahen sich hochmoderne Faltschachtelfabrik an. Belegschaft kam fast komplett mit aus Büchen und muss fürs gleiche Geld nun länger arbeiten

Seit heute ist eines der größten und mit Sicherheit auch eines der modernsten Werke der Region und in Europa offiziell eröffnet.  Es geht um die Faltschachtelfabrik der Schur Pack Germany GmbH im Businesspark A 24 in Gallin. Es geht um eine der größten und schnellsten Großansiedlungen. Und die Rede ist von einer Gesamtinvestition zwischen 69 Millionen (Wirtschaftsministerium) oder 75 Millionen Euro (Unternehmensangabe).

In Rede stehen aber 130 Arbeitsplätze, die jedoch nicht neu entstanden sind, sondern aus einem Umzug resultieren. Denn das in Gallin gebaute Werk hatte einen Vorgänger in Büchen. Dort war die dringend nötige Erweiterung nicht mehr möglich gewesen. Die Abwanderung ins 23 Kilometer entfernte Gallin sorgte und sorgt im nahen Schleswig-Holstein für erhebliche Diskussionen. Spielte doch die Förderung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern bei der Ansiedlungsentscheidung eine wichtige Rolle. Das hatte Geschäftsführer Hans Schur schon bei der Grundsteinlegung bestätigt, und das wurde auch bei der gestrigen offiziellen Eröffnung betont.

Für die Belegschaft, die in großen Teilen aus Büchen mit nach Gallin gekommen ist, gibt es noch einen Wermutstropfen. Sie muss pro Woche zwei bis drei Stunden länger für den gleichen Lohn arbeiten. Das bestätigten gestern mehrere Mitarbeiter im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch der Geschäftsführer Klaus Madsen bestätigte auf Nachfrage den Fakt, dass es in Gallin andere Arbeitszeitregelungen gäbe.

Der Umzug der weltweit tätigen Schur-Pack-Gruppe mit einem nagelneuen und hoch effizienten Werk bleibt für Mecklenburg ohne Frage ein Erfolg in der Ansiedlungspolitik. Zumal in direkter Nachbarschaft mit DeLaval bereits der nächste Riese im zweistelligen Millionenbereich baut. In unmittelbarer  Rufweite  zu Schleswig-Holstein. 

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erstellt am 21.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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