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Hagenower Kreisblatt

06. Dezember 2016 | 13:10 Uhr

Brüggen/Krone wird zu groß : Firmenausbau stößt auf Gegenwind

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bürger von Probst Jesar haben Klärungsbedarf bei Brüggen-Erweiterung. Gesondertes Treffen soll alle Beteiligten an einen Tisch holen

Eine mögliche Betriebserweiterung der Firma Brüggen/Krone stößt den Anwohnern in Probst Jesar unangenehm auf. Mit einem Fragenkatalog zu diesem Ausbau-Plan wandten sich die Lübtheener an die Bürgermeisterin, mit der Bitte, diese auf der nächsten Stadtvertretersitzung zu beantworten. „Jeder macht sich Sorgen, was in Probst Jesar passiert“, so eine besorgte Bürgerin, die ihren Namen nicht nennen möchte. Man wolle nicht, dass sich die Firma bis an die Grundstücksgrenzen ausweite.

Konkrete Planungen über eine Betriebserweiterung des Fahrzeugwerkes gibt es jedoch noch nicht, wie Bürgermeisterin Ute Lindenau auf der jüngsten Stadtvertretersitzung am Dienstagabend in Lübtheen mitteilt. „Der F-Plan als bauvorbereitender Plan ist eine behördenverbindliche, auf mindestens 15 Jahre ausgelegte Planung. Es gibt keine Detailplanung wie der B-Plan, der eine Bebauung konkret als Satzung regelt.“ Der F-Plan weise derzeit eine gewerbliche Nutzung für ein rund 14 Hektar großes Gebiet aus, das sich im Südosten an das bestehende Industriegebiet anschließt. Die Firma möchte hier weitere Stellplätze für die gefertigten Fahrzeugaufbauten schaffen.

Auf die Ängste und Sorgen der Bürger, die unter anderem in den elf Fragen an die Bürgermeisterin erwähnt wurden, möchte die Firma Brüggen gemeinsam mit der Stadt und allen Einwohnern von Probst Jesar und Lübtheen bei einem gemeinsamen Treffen eingehen. „Alle Stadtvertreter und Bürger, die ihre Fragen haben, können sich gerne vor Ort ein Bild machen“, so der Geschäftsführer Christian Saßmannshausen auf Nachfrage. „Es gibt Informationsbedarf, und den wollen wir decken.“

Roland Steuer, Fraktionsvorsitzender der CDU, verstehe die Bedenken der Bürger. Aber man solle auch daran denken, das die Fahrzeugwerke einen großen Teil zur industriellen Entwicklung von Lübtheen beigetragen haben. „Man sollte froh und glücklich sein, dass es dieses Werk gibt“, äußert er sich am Dienstagabend. Es gebe ganz andere Industrien, die bei weitem nicht so sauber seien.

Einen Dialog mit allen Beteiligten beführworte er. Und auch Marga Völkel, SPD-Fraktionsvorsitzende, hält ein Gespräch mit allen Beteiligten für sinnvoll. Die Fraktion setzte ihren Schwerpunkt darauf, den Betriebsstandort weiter zu unterstützen und zu erhalten.

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erstellt am 29.Sep.2016 | 12:00 Uhr

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