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Hagenower Kreisblatt

08. Dezember 2016 | 12:56 Uhr

B5-Brücke bei Boizenburg : Endlich passiert etwas

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach drei Wochen Stagnation werden die Bauarbeiten auf der B5-Brücke bei Boizenburg über die ICE-Trasse fortgesetzt

Die Ampel springt auf Rot und dann heißt es erst einmal: stehen, stehen, stehen, bis es weiter geht. So geht es gerade allen Autofahrern, die  durch die Baustelle auf der  Brücke der Bundesstraße 5 über die ICE-Trasse Hamburg-Berlin  müssen, die sich in Höhe der Zufahrtsstraße in die Boizenburger Altstadt befindet. Also so ziemlich alle, die in Richtung Lauenburg, Lüneburg oder Hamburg nach Westen  wollen bzw. nach Osten zur Auffahrt auf die  A 24 bei Zarrentin, nach Ludwigslust oder Hagenow. Wenn man dann die Straßenbauer emsig beim Arbeiten sieht,  wie seit letzter Woche der Fall, ist man ja vielleicht noch einigermaßen versöhnt mit der ständigen Warterei. Doch wenn dann ewig gar nichts passiert, wie in den drei Wochen zuvor, fehlt vielen das Verständnis dafür, offensichtlich sinnlos an der Baustellenampel  warten zu müssen.

„Der Grund dafür war, dass wir nicht wie geplant die Geländer-Beschichtung auf der Brücke erneuern konnten“, erklärt dazu das Straßenbauamt Schwerin auf Nachfrage der Schweriner Volkszeitung. „Dazu brauchen wir um die fünf Grad Celsius und vor drei Wochen kam ja der heftige Wintereinbruch.“ Die Straßenbaufirmen  hätten gerade zum Ende des Jahres so viel zu tun, dass es unmöglich sei, einen einmal aufgestellten Terminplan für Instandsetzungsarbeiten wie diese kurzfristig zu verändern. Das sei auch bei der ausführenden Baufirma Jürgen Martens aus Schwerin-Wittenförden nicht anders. Daher  habe es nach der Erneuerung der Deckschicht durch Abfräsen und Neubeschichtung der einen Spur die dreiwöchige Pause gegeben, die eben für die Geländer-Beschichtung gedacht war. Diese soll nun im Frühjahr angegangen werden. Nun werde die Fahrbahndecke der zweiten Spur repariert.

„Die Instandsetzung wurde wegen der starken Schäden an der Fahrbahndecke auf der Brücke und am Straßenbelag jeweils 150 Meter davor  und danach notwendig“, so das Straßenbauamt. In den Bereichen vor und nach der Brücke wurde  und wird  auch die mittlere Schicht des Straßenbelags erneuert, der jeweils aus Tragschicht, Binderschicht und Deckschicht besteht. „Die Gesamtkosten betragen 470000 Euro“, so der Mitarbeiter der Straßenbaubehörde. Eine Anti-Graffiti-Beschichtung sei auch schon aufgebracht worden, dafür sei aber eine andere Behörde zuständig.

„Die Bauarbeiten sollen spätestens am 9. Dezember beendet sein“,  sagt der Mann vom Amt zuversichtlich.

„Wir selbst merken von den Bauarbeiten nicht so viel“, meint Carsten Vogler von der Hundeschule und Tierpension „Pfötchenkonzept“, deren Gelände sich kurz vor der Baustelle an der B5 befindet. „Aber unsere Kunden, die aus Hamburg kommen, stöhnen, dass sie teilweise 20 Minuten während des Berufsverkehrs vor der Baustelle warten müssen.“

Am Montag-Nachmittag  gab es den ersten Unfall an der Baustelle, ein Auffahrunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen und einem schwer verletzten 20-Jährigen Beifahrer eines Opels, der mit Brust- und Knieschmerzen ins Krankenhaus Hagenow gebracht werden musste (SVZ berichtete).  „Wahrscheinlich hat der Auffahrende auf sein Handy geguckt, auf jeden Fall war es Unaufmerksamkeit. Das kann uns allen passieren“,  so Polizeirevierleiter Fredo Kreft. Ansonsten sei bisher nur ein Fahrzeug durch einen durch ein Baufahrzeug  aufgewirbeltes Steinchen beschädigt worden.

Der am Montag verletzte  20-Jährige Boizenburger befindet sich außer Lebensgefahr und wird auf der chirurgischen Station behandelt, war vom Krankenhaus zu erfahren.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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