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Hagenower Kreisblatt

08. Dezember 2016 | 23:04 Uhr

Gresse : Die Muttis von der Dorf-Feuerwehr holten Meistertitel

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Gresse feierten am Sonntag ihren unglaublichen Sieg: Mit einem Bundes-Rekord gewannen sie die deutsche Meisterschaft

„Um einen Deutschen Rekord bei diesem Wettbewerb aufzustellen, müssen schon alle möglichen Sternstunden zusammen kommen“, meint Alexander Ihde und man sieht dem Trainer der Frauengruppe der Freiwilligen Feuerwehr Gresse an, dass er sich immer noch über den deutschen Meistertitel beim Löschangriff Nass wundert. Genauso wie alle anderen, genauso wie die Siegerinnen selbst. „Das muss man sich mal vorstellen“, beschreibt Christina Krüger, die Chefin der Gruppe. „Wir sind von einer klitzekleinen Dorf-Feuerwehr, wir sind fast alle Muttis, wir sind mit unseren 21 bis 40 Jahren die mit dem höchsten Altersdurchschnitt und wir trinken gerne mal ein Glas Sekt - und dann holen wir trotzdem den deutschen Meistertitel ...“ Teilgenommen hatten an dem Wettbewerb 24 Frauenmannschaften aus der gesamten Bundesrepublik. Die Männermannschaft aus Gresse belegte immerhin den dritten Platz und musste gegen eine zahlreichere Konkurrenz antreten.

Geschehen ist das Wunder von Rostock bereits am 30. Juli, doch erst am Sonntag wurde im Dorfgemeinschaftshaus in Gresse das Ereignis groß gefeiert.

Die gesamte Feuerwehr Gresse war natürlich da, zusammen sind das 40 Aktive, 12 Ehrenamtliche und 15 Mitglieder der Jugendwehr, außerdem der Vorsitzende des Kreisfeuerwehr-Verbandes Uwe Pulss und Bürgermeister Werner Hornbacher.

Auf die Frage, was denn das Erfolgsgeheimnis der Feuerwehrfrauen aus Gresse sei, mussten Alexander Ihde und Wehrführer Bernd Schröder erst einmal nachdenken.

„Wir haben einen sehr guten Zusammenhalt“, waren sich beide einig. Aber dieser 30. Juli war anscheinend irgendwie besonders. „Wir waren nach dem ersten Lauf schon Zweite“, erinnert sich Christine Krüger. „Damit hatten wir unser Ziel erreicht, unter die Top Ten zu kommen.“

Alexander Ihde schüttelt lachend den Kopf bei der Erinnerung an das Folgende: „Von außen betrachtet wirkten unsere Frauen beim zweiten Lauf überhaupt nicht wie auf dem Weg zum Meistertitel. Sie alberten herum und waren absolut nicht diszipliniert. Der Druck war raus.“ Und dann rannten sie einfach los, kuppelten Schlauchlängen und brachten die geforderte Wassermenge per Schlauch ins Ziel, so wie sie es 1000 Mal geübt hatten. „Verrückt war noch, dass ja schon die Siegermannschaft im ersten Lauf den Deutschen Rekord gelaufen ist“, erklärt der Trainer. „Und den haben unsere Frauen im zweiten Lauf dann noch einmal gebrochen. Obwohl sie im Training noch nie diese Zeit gelaufen sind.“

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erstellt am 04.Okt.2016 | 15:00 Uhr

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