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Hagenower Kreisblatt

03. Dezember 2016 | 16:41 Uhr

Hagenow : Die meisten haben durchgehalten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Drittes Gelöbnis des Jahres: 71 Rekruten aus dem Bundesgebiet beendeten bei den Hagenower Grenadieren ihre Grundausbildung.

Die Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne bleibt auch weiterhin eine Heimat für Rekruten aus dem gesamten Bundesgebiet. Mit großem Aufwand und entsprechendem Zeremoniell haben gestern Nachmittag 71 Rekruten ihr feierliches Gelöbnis abgelegt. Allerdings war die Anzahl der zum Gelöbnis angetretenen Soldaten deutlich geringer als sonst üblich. Immer noch  sind erhebliche Teile des Panzergrenadierbataillons in eine Großübung auf polnischem Gebiet eingebunden. Und fiele es dann auch dem stellvertretenden Kommandeur, Oberstleutnant Domenic Jura zu, das Gelöbnis zu kommandieren. Das militärische Schauspiel bei bestem Wetter wurde vom Heeresmusikkorps Neubrandenburg  umrahmt und von zahlreichen Gästen beobachtet. In der Mehrzahl waren es Angehörige der Rekruten, die das feierliche Ende der Grundausbildung mit erleben wollten. In dem konkreten Fall kamen die Rekruten nicht nur aus dem Bundesgebiet, die weiteste Anreise hatte ein Rekrut, der im 2566 Kilometer entfernten Athen wohnt. Die Rolle der Gastrednerin fiel gestern der neu in den Landtag gewählten SPD-Landtagsabgeordneten Elisabeth Aßmann zu.  In ihrer Rede bekannte sie, dass es ihr als Abgeordnete darum gehe, „dass die Bundeswehr bei uns auch in Zukunft stark bleibt. Das ist eine Frage der sozialen Verantwortung gegenüber denjenigen, die sich hier in den letzten Jahren mit ihren Familien eine Existenz aufgebaut haben. Das ist eine Frage von hohem Interesse für Mecklenburg-Vorpommern insgesamt: Die Bundeswehr ist einer der wichtigsten Arbeitgeber.“

Nicht alle, die vor drei Monaten ihren Dienst bei der Bundeswehr in Hagenow freiwillig aufgenommen hatten, hielten ihr Vorhaben auch durch. Ursprünglich waren am 1. September 96 Rekruten in Hagenow eingerückt, 16 von ihnen quittierten vor dem Gelöbnis aus persönlichen oder gesundheitlichen Gründen den Dienst, teilte das Bataillon gestern offiziell mit. Aber auch die 71 neuen Soldaten bleiben nicht alle am Standort, in Hagenow werden traditionell auch Soldaten für andere Einheiten und Verbände ausgebildet. Dafür ist mit der so genannten „Ausbildungsunterstützungskompanie“ eine extra Einheit geschaffen worden, die von einem erfahrenen  Ausbilderkorps geführt wird. Dabei profitieren die Rekruten besonders von den zahlreichen Einsatzerfahrungen der Hagenower Soldaten. Die nächsten Rekruten kommen am 1. Dezember.

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erstellt am 25.Nov.2016 | 05:16 Uhr

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