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Hagenower Kreisblatt

05. Dezember 2016 | 13:34 Uhr

Bahnhof Hagenow Land : Die Legende lebt weiter

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Reges Gästeinteresse beim Bahnhofsfest. Viele erinnerten sich an große Eisenbahnzeiten in der Stadt

Das war schon ein ganz eigenes Fest, was da am Sonnabend auf dem Bahnhofsgelände Hagenow Land stattfand. Schon lange vor dem eigentlichen Starttermin standen bei den beiden Besitzern des Bahnhofsgebäudes die ersten Neugierigen vor der Tür, und bis zum späten Nachmittag kamen noch etliche Neugierige. Es war kein riesiger Ansturm aber doch ein solides Interesse an dem was vor allem in dem Gebäude passiert ist. Bis zum Schluß hatten Aribert und Dennis Otto im Schweiße ihres Angesichts gewühlt, um den früheren Mitropa-Raum vorzeigen und ihren Gästen etwas anbieten zu können. Am Ende gab es sehr viel Lob für das beharrliche Durchhalten der beiden, die ja den lange brach liegenden Bahnhof zum Leben erwecken wollen. Das Fest am Sonnabend zum 170. Jubiläum der Streckeneröffnung war so ein wichtiges Lebenszeichen. Denn schon bis zum frühen Nachmittag waren mehr als 150 Besucher gekommen. Und die meisten schwelgten zunächst einmal in den Erinnerungen. Mittels vieler Fotos in Bildbänden, vor allem aber mit der Diaschau wurde das den Freunden des Bahnhofes auch leicht gemacht. Denn Hagenow war mal im Bezirk Schwerin einer der ganz wichtigen Eisenbahnstandorte. „Zusammen mit Hagenow Stadt waren mal gut 1000 Menschen zu besten Zeiten bei der Reichsbahn beschäftigt“, erinnerte sich Edwin Karl Vorrath, der als früherer Lokführer in seiner Uniform als Reichsbahnhauptsekretär gekommen war. Sein Freund Lothar Laabs war Reichsbahnobersekretär und im Fahrdienst tätig: „Hier gab es früher viel mehr Gleise, ein Stellwerk, das über die Gleise gebaut war und vor allem jede Menge Güterverkehr. Das kann sich heute gar keiner mehr vorstellen.“

In der Tat, glanzvoll sieht es in Hagenow Land nicht aus. Auf der einen Seite rauschen die Intercity-Züge mit Ziel Hamburg oder Berlin durch. Auf der anderen Seite hält ab und zu mal ein Regionalexpress. Und mittendrin in der Eisenbahninsel das wunderschöne Bahnhofsgebäude, das lange dem Verfall preisgegeben wurde und das zwei tapfere Besitzer versuchen mit Leben zu füllen. Beide werden nach diesem Fest Mut bekommen haben, denn sie wissen jetzt, das Interesse am Bahnhof ist groß.

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erstellt am 16.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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