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Hagenower Kreisblatt

03. Dezember 2016 | 22:50 Uhr

Gresse : Die jungen Feuerwehrleute

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Die Freiwillige Feuerwehr Gresse hat dank jahrelanger guter Jugendarbeit keine Probleme mit dem Nachwuchs für die aktive Wehr

Zwei Mal in der Woche Training, zahlreiche Veranstaltungen betreuen und Wettkämpfe bestehen, mit Wasser arbeiten, egal ob Sommer oder Winter - das muss man schon wollen. Die 14 jungen Leute zwischen zehn und siebzehn Jahren von der Jugendfeuerwehr Gresse wollen. Louis (11) aus Lüttenmark kam zur Feuerwehr, weil er keine Lust mehr hatte, Fußball zu spielen. Sein Großvater riet ihm, es doch mal bei der Feuerwehr zu probieren. Jetzt ist er schon drei Jahre dabei. Am meisten machen ihm wie den anderen die Wettkämpfe „Löschangriff nass“ und CTIF Spaß.

Jason (10) aus Gresse hat im Sommer gesehen, wie die Jugendfeuerwehr trainiert und wollte deshalb mitmachen. Timo (12) kommt sogar extra aus Zweedorf. Er wollte mal was Neues ausprobieren, außerdem kennt er schon so viele von der Jugendfeuerwehr aus der Schule. Deshalb ist auch Florian (11) seit einem Jahr hier.

Für Max (11) aus Schwartow führte quasi kein Weg an der Jugendfeuerwehr Gresse vorbei, seine Mutter Christina Krüger leitet die mittlerweile berühmte Frauengruppe der FF Gresse, die im Sommer den Meistertitel als beste Frauenmannschaft Deutschlands in Rostock holte. Seit drei Jahren ist Max mit Feuereifer dabei und mächtig stolz auf seine Mutti. Auch von Neo (12) war oder ist die halbe Familie bei der Feuerwehr Gresse.

Seit 1990 hat Gresse eine Jugendfeuerwehr, zu DDR-Zeiten gab es aber schon die „Jungen Brandschutzhelfer“. Thomas Mitter ist seit drei Jahren Jugendwart, damals hat er den Job von Alexander Ihde übernommen, den Trainer der FF Gresse für die so erfolgreichen Wettkämpfe.

„Ja, das funktioniert schon über Mund-zu-Mund Propaganda“, meint Thomas Mitter, der in einer Zeitarbeitsfirma im Schichtdienst arbeitet. Wichtig sei auch, dass die Jugendfeuerwehr seit letztem Jahr einen Feuerwehrtag an den Schulen anbietet, um den Schülern nahe zu bringen, was man bei der Feuerwehr zu tun hat. Da wird dann schon mal über den Klassen-Fußboden gerobbt, um einen realen Eindruck zu vermitteln.

Als Jugendwart müsse man viel organisieren, erzählt Mitter, das sei viel Arbeit. Vor allem die Wettkämpfe oder das Sommerlager müssen gut vorbereitet werden. An diesem Montagabend ist er beispielsweise dabei, die diesjährige Weihnachtsfeier auf die Beine zu stellen, während Fine (16), die mit zu den Ältesten der Gruppe gehört, mit den jungen Feuerwehrmännern die Geräte am Einsatzwagen durchgeht. Was ist das, wofür braucht man es bei einem Einsatz und wie funktioniert es?

„Wenn ich 18 werde, will ich natürlich in die aktive Wehr“, erklärt die junge Frau. Nicht zuletzt deshalb, weil sie dann ja zu einer Gewinner-Mannschaft gehört und mit den deutschen Meisterinnen für Wettkämpfe trainieren kann ...

„Wir haben keine Nachwuchsprobleme dank unserer kontinuierlichen Jugendarbeit“, waren sich Wehrführer Bernd Schröder, Trainer Alexander Ihde und Jugendwart Thomas Mitter schon bei der Feier zum Meistertitel am 2. Oktober (SVZ berichtete) einig. „Bis auf eins, zwei, die mal wegen der Ausbildung nicht hier bleiben können, gehen von unserer Jugendwehr alle im Anschluss in die aktive Wehr“, so Thomas Mitter.

Am heutigen Sonnabend werden die jungen Feuerwehrleute übrigens von 14 bis 18 Uhr die Feuerkörbe auf dem ersten Weihnachtsmarkt in Gresse auf dem Spielplatz beim Dorfgemeinschaftshaus betreuen. Außer ihnen wird noch ein anderer Mann in Rot um 14.30 Uhr erwartet, außerdem gibt es Bastelangebote und viele Leckereien.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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