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Hagenower Kreisblatt

27. Juli 2016 | 17:24 Uhr

Hagenow : Der Einzug der roten Barette nach Hagenow

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zunehmend prägen in Hagenow die Soldaten des neuen Versorgungsbataillons 142 das Bild der Stadt

Hagenow Wenn heute Abend zum großen Neujahresempfang in Hagenow geladen wird, dann werden dort zum ersten Mal Soldaten zweier verschiedener Verbände zu erleben sein. Erkennbar sind sie an der unterschiedlichen Farbe der Barette. Grün steht für das Panzergrenadierbataillon 401. Rot hingegen tragen die Soldaten des neu in Hagenow beheimateten Versorgungsbataillons 142. Das ist zwar nicht ausschließlich in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne beheimatet, doch mit geplanten 450 Mann stellt die Truppe unter Oberstleutnant Jörg Sieder schon eine beachtliche Streitmacht da. Aktuell sind davon 350 Soldaten bereits angekommen.

Bataillonsstab, Stabskompanie sowie eine komplette Versorgungskompanie haben seit wenigen Wochen offiziell in Hagenow ihr Zuhause. Komplettiert wird der Verband durch eine Versorgungskompanie in Torgelow. Das allein bedeutet schon 250 Mann. Die Versorgungseinheiten sind personell stärker besetzt als reine Kampfeinheiten. Dritter und letzter Standort des neu gegründeten Bataillons ist dann Havelberg mit einer weiteren Versorgungskompanie. Insgesamt geht es damit strukturell um 920 Mann, aktiv geführt werden davon etwa 870 Soldaten. Es ist schon ein ganz besonderer „Haufen“, den der Oberstleutnant da zu führen hat. Denn vor allem sind die Einheiten eine Ansammlung von hoch qualifizierten Spezialisten in Uniform. „Wir reparieren alles, von der Optik am Sturmgewehr bis hin zu schwerster Kettentechnik“, umreißt Kommandeur Sieder die Aufgaben. Doch die Männer reparieren nicht nur, sie versorgen auch. Und zwar mit allem, was die Truppe benötigt. Und vor allem dort, wo die Truppe auch ist. Das bedeutet, dass der neue Chef seine Männer niemals  alles auf einen Fleck sehen wird. Zum einen, weil zusammen mit den anderen Einheiten der Brigade zahlreiche Auslandseinsätze anstehen. Und da müssen die Versorger immer mit. Zum anderen, weil z. B. der Transport eine der wichtigsten Säulen des Geschäftes in dem neuen Bataillon ist. Sichtbar wird das z. B. an der schweren Technik, die in Hagenow angekommen ist.  Dazu gehören schwere Lkws, die Panzer transportieren können aber auch  kleinere   Fahrzeuge.

Eine weitere Säule der Versorger, die man zu früheren Zeiten auch mal als rückwärtige Dienst zusammengefasst hat, ist alles was mit Umschlag, Lagerung, Sprit, Ersatzteilen zu tun hat. Und das ist angesichts der vielen Standorte der Brigade und der vielen Einsätze an sich schon eine Herausforderung.  Das gilt auch für die Führungsaufgabe des neuen Kommandeurs, der selber u. a. Ingenieur für Maschinenbau ist. Denn zu seinem Team gehören kaum Mannschaftsdienstgrade dafür viele selbst bewusste Unteroffiziere und gut 50 Offiziere. Seinen neuen Job in Hagenow hält der kräftige und groß gewachsene Kommandeur dennoch für eine Traumverwendung. Der 45-Jährige Jörg Sieder, der drei Kinder hat, war in den vergangenen Wochen damit beschäftigt, seinen  Verband mit Hilfe des Stabes aufzubauen und einsatzbereit zu machen. Nun kommt die nächste Stufe. Für seine Hagenower Soldaten bedeutet das u.a., sich teilweise in der fast fertig gestellten nagelneuen Instandsetzungshalle einzurichten, damit. z. B. die eigentliche Reparaturarbeit beginnen kann. Mayk Pohle

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erstellt am 14.Jan.2016 | 17:17 Uhr

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