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Hagenower Kreisblatt

06. Dezember 2016 | 22:51 Uhr

Hagenow : Berufsmesse als Ideen-Kompass

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

1270 junge Menschen nutzen Veranstaltung bei Carl Kühne AG, um sich über Ausbildung, Praktikum und Studium zu informieren

Um sich gezielt und in aller Ruhe bei 76 Unternehmen über deren Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten zu informieren oder gar zu bewerben sowie wegen Praktikumsplätzen nachzufragen, nutzten 1270 junge Menschen am Donnerstagabend die Berufsmesse auf dem Gelände der Carl Kühne AG. Praktisch als Ideen-Kompass, um die Richtung der Reise bestimmen zu können, die nach der Schule auf jeden Heranwachsenden wartet.

„Das Interesse an der Berufsmesse wächst von Jahr zu Jahr, der Bedarf an Fachkräften ist enorm“, weiß Enriko Künstler als Organisator dieses alljährlichen Events, dass nun schon zum elften Mal stattfand. In der Region sei es die größte Messe für die Firmen, unterstrich der Betriebsleiter der ReformKontor GmbH & Co. KG in Zarrentin weiter im SVZ-Gespräch. Er sei der Carl Kühne AG dankbar für die Möglichkeit, diese immer beliebter werdende Veranstaltung auf deren Betriebsgelände durchführen zu dürfen. „Immerhin präsentieren wir hier 120 verschiedene Berufsbilder und Studienmöglichkeiten.“ Dann verwies Künstler auf das Netzwerk Schulewirtschaft Hagenow, Wittenburg, Zarrentin, das die Verbindungen zwischen Schule und Wirtschaft schaffe. „In diesem Netzwerk engagieren sich Vertreter von Schule sowie Arbeitswelt schulart- und branchenübergreifend für eine gute wie auch fundierte Bildung, die für die Zukunft junger Menschen so wichtig ist.“

Das kann Jörn Koch von der Westa Straßen- und Tiefbau GmbH in Hagenow nur bestätigen. „Das Niveau der Bewerber wird leider schlechter. Woran das liegt, wissen wir nicht.“

Ähnliches berichtet Manfred Hann, seit 20 Jahren Ausbilder in der Block Menü GmbH Zarrentin. „Die Berufsmesse bringt uns immer etwas. Auch wenn es ein Kampf um jeden Azubi ist, denn die Luft auf dem Markt wird immer dünner, gute Fachkräfte zu finden, immer schwieriger. Bei uns haben Lehrlinge immer eine Chance, übernommen zu werden. Sie müssen aber auch wollen. Zur Zeit suchen wir dringend Fachkräfte für Lebensmitteltechnik und Lagerlogistik.“ Sein Rat an die Heranwachsenden: Immer die Initiative selbst zu ergreifen.


Stärken der jungen Leute ausloten


Das hat die Regionale Schule in Picher offensichtlich schon lange begriffen. Denn 13 Mädchen und Jungen der 10. Klasse besuchen bereits zum dritten Mal die Berufsmesse. „Man kann gar nicht früh genug beginnen, die Stärken der jungen Leute auszuloten“, betont Regina Ritter. Sie ist zuständig für die Berufsorientierung an der Bildungseinrichtung und kommt seit elf Jahren regelmäßig nach Hagenow.

Angelina Falkenhagen ist eine Neuntklässlerin aus Redefin und besucht die Berufsmesse das erste Mal. Als Verstärkung hat sie sich die Mutti mitgebracht. „Ich möchte irgendwas in Richtung Polizei und Bundeswehr machen“, verrät die 14-Jährige der Lokalredaktion.

Für Lea Laurine Tiedemann aus Warlow steht bereits seit einem Jahr fest, dass sie Gesundheits- und Krankenpflegerin werden möchte. „Ich hoffe, auf der Messe noch ein paar wertvolle Informationen zu finden“, sagt die 16-Jährige.

Für Hagenows Bürgermeister Thomas Möller ist die Berufsmesse eine Möglichkeit, das Engagement der Unternehmen zu würdigen. „Ich finde es toll, dass die Carl Kühne AG ihre Räumlichkeiten für diesen guten Zweck zur Verfügung stellt“, lobt das Stadtoberhaupt.

Übrigens: 61 Firmen zeigen am heutigen Sonnabend von 11 Uhr bis 14 Uhr in der Alten Druckerei, Gutenbergstraße 1, in Schwerin, ihr Profil bei der Ausbildung und werben um künftige Auszubildende. Der SVZ-Lehrstellentag öffnet zum 19. Mal Tür und Tor und hat nichts von seiner Beliebtheit verloren. Dabei bieten die Aussteller nicht nur Informationen zu aktuell noch offenen Stellen, sondern auch für Absolventen des kommenden Schuljahres 2017/2018 an.

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erstellt am 08.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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