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Hagenower Kreisblatt

03. Dezember 2016 | 10:33 Uhr

SVZ-Fragen zum Wochenende : Bei ihm pulsiert Benzin im Blut

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Jan Krüger ist Kfz-Mechaniker aus Leidenschaft. Der gebürtige Wittenburger würde gern Pilotenschein machen und liebt seine Familie

Er hat offensichtlich Benzin im Blut. Denn seit seinem 14 Lebensjahr schraubt Jan Krüger mit Leidenschaft an allem, was Räder hat. Früher vornehmlich zwei, später vier. Heute lebt der gebürtige Wittenburger in Schwartow, ist 2003 der Liebe gefolgt. In Lehsen betreibt der Kfz-Meister eine Autowerkstatt seit 12 Jahren, ist verantwortlich für vier Mitarbeiter. Den Beruf habe er von der Pike auf gelernt, berichtet der Fachmann, dessen Arbeitstage selten weniger als 12 Stunden haben. Wenn er ein wenig Zeit habe, bewege er eine geländegängige Enduro, verrät er.

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortete der 39-Jährige und verheiratete Vater zweier Kinder, die beliebten Fragen zum Wochenende. Im kleinen Aufenthaltsraum seiner Firma. Hinter den Mauern winselt irgendwo ein Druckluft-Schrauber, der mehreren Radmuttern das Fürchten lehrt. Zwischendurch muss Jan Krüger einige Nachfragen seiner Leute beantworten, die ihn um Rat bitten. Tür auf, Tür zu. Man merkt gleich, bei ihm laufen die Fäden des straff organisierten Unternehmens zusammen. Da an diesem Tag obendrein auch noch TÜV-Untersuchungen angeboten werden, ist auf dem Hof hinter der Werkstatt bald kaum noch Platz, die zahlreichen Fahrzeuge aufzunehmen. Doch das bereitet dem Profi kein Herzrasen. Er behält die Übersicht und hat dabei die Ruhe weg. Und für jeden um sich herum ein freundliches Wort.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Leben und Leben lassen. Genieße jeden Tag, als wenn es der letzte wäre. Nimm dir Zeit für dich selbst.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Zuhause bei meiner Familie. Sonntag ist beispielsweise unser Tag, der ist uns mittlerweile heilig.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit der Reparatur von Mopeds. Da war ich 14 oder 15 Jahre alt.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich glaube, ich habe das verdiente Geld gespart, um im Bedarfsfall Ersatzteile kaufen zu können.
Wo findet man Sie am ehesten?
In der Werkstatt, meist 12 Stunden am Tag.
Was stört Sie an anderen?
Vor allem Rumgemaule, miese Laune und ständige Unzufriedenheit. Viele jammern und meckern doch auf hohem Niveau, obwohl es ihnen gut geht. Sie wollen es nur nicht sehen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Jeder von uns, der sich im Alltag durchschlägt, ohne zu verzweifeln.
Was würden Sie gern noch können?
Fliegen. Ich würde gern den Pilotenschein machen. Fliegen ist etwas sehr Schönes, aber ich habe auch gleichzeitig Angst davor. Verrückt was?
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Dass ich so eine tolle Familie habe. Eine Ehefrau, die in guten wie in schlechten Zeiten zu mir steht. Sie habe ich übrigens in der Disco kennengelernt. Ihre Augen sind mir damals als erstes aufgefallen. Die sind wunderschön.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Ganz klar Bauchmensch. Auch wenn ich es mitunter hinterher bereue. Aber bisher habe ich mich nur ganz selten falsch entschieden.
Wonach suchen Sie im Leben?
Nach neuen Aufgaben und Herausforderungen.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Wurst, Käse und ganz viel Milch für Frau und Kinder.
Wenn Sie kochen oder essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Vor allem deutsche Küche. Rumpsteak mit Salat, da darf das Fleisch gern etwas größer sein. Ich koche bei uns zu Hause. Unser aller Lieblingsrezept ist Ente mit Kartoffeln und Rotkohl. Oberlecker! Hatten wir erst gerade auf dem Teller.
Welchen Traum wollen Sie sich noch erfüllen?
Mit einem richtigen Formel-1-Rennwagen in Hockenheim oder auf dem Nürburgring Kurven räubern. Das wäre glaube ich eine geile Sache.
Wen würden Sie gern mal treffen?
Weiß ich nicht. Nächste Frage....
Können Sie sich mit nur einem einzigen Wort beschreiben?
Verrückt
Wo ist für Sie Heimat?
Überall, wo ich mich mit meiner Familie zusammen wohlfühle. Sie ist mein Anker.
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Das war mit 21 Jahren in Griechenland. Da war ich mit ein paar Kumpels. Auf Motorollern haben wir da ein bisschen diese Insel, auf der wir waren, unsicher gemacht. Es war eine echt wilde Zeit.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Neben meiner Familie auf meine Selbstständigkeit, wenn es auch am Anfang nicht ganz einfach war. Aber bereut habe ich es bisher noch keine einzige Sekunde. Ich bin gern mein eigener Herr.
Wem sollen wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Bodo Ahnsel aus Testorf. Der hat in Schwanheide eine Firma für Schneckenbau.

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erstellt am 22.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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