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Hagenower Kreisblatt

01. Oktober 2016 | 12:23 Uhr

Zarrentin : Baustelle: Späte Info sorgt für Unmut

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Verkehrsbetriebe mit Zarrentiner Vorhaben überrumpelt. Schüler und Pendler massiv betroffen

Völlig überrascht sitzt Detlef Arndt  an seinem Schreibtisch in Hagenow. Aus der SVZ muss der Abteilungsleiter der Verkehrsbetriebe Ludwigslust-Parchim (VLP) von einer Baustelle des Straßenbauamtes Schwerin in Zarrentin erfahren (SVZ berichtete am Donnerstag) –  einer Baustelle mit Umleitung, die den ganzen Fahrplan durcheinander wirft und Schüler und Pendler bis zu 20 Minuten später ans Ziel bringen dürfte.

Vom kommenden Montag an bis zum 23. September soll erst an der Kreuzung Hauptstraße/Bahnhofstraße (B195/L04) und anschließend auf der L04 Richtung Wittenburg die Fahrbahn abgefräst und neu asphaltiert werden. Die Umleitungen  über die K7 werden ausgeschildert.

„Das hat uns  völlig überrascht“, sagt Detlef Arndt.  Es seien zwar nur fünf Tage.  Aber in dieser Zeit könnten zwei Haltestellen nicht angefahren und der Zeitplan für etliche Schüler und Pendler nicht eingehalten werden. An die Bahnhofstraße und das Pahlhuus kommen die Busse nicht ran. Stattdessen halten die diversen Linienbusse an der Ersatzhaltestelle bei der Zarrentiner Schule. Entsprechende Hinweise an den Stationen wollen die VLP-Mitarbeiter an diesem Wochenende noch anbringen. Für mehr hat die Zeit nicht gereicht.

„Wenn wir rechtzeitig davon gewusst hätten, hätten wir den Fahrplan noch umstellen und die Betroffenen rechtzeitig informieren können“, sagt Detlef Arndt. Nun würden Pendler die Zug-Anschlüsse am Bahnhof Hagenow-Land verpassen und Schüler zu spät zur Schule kommen. Die betreffenden Schulen haben die Verkehrsbetriebe erst gestern informieren können. Am Gymnasialen Schulzentrum in Wittenburg zum Beispiel lernen sehr viele Kinder aus der Zarrentiner Region. Auch dort ist man überrascht. Den Lehrern bleibt nicht einmal mehr Zeit, um in die  Klassen zu gehen, die Durchsage läuft über die Lautsprecher. „Ob die jeden erreicht hat, weiß ich nicht“, sagt Uta Hertwig, Leiterin des Gymnasiums. Sie hofft aber, dass es noch viele mitbekommen bis zum Montag. Denn wenn die Kinder morgens vor der intakten Haltestelle stehen, würden sie es kaum noch zur mindestens einen Kilometer entfernten Ersatzhaltestelle schaffen. „Aber wir sehen das jetzt sportlich“, sagt Uta Hertwig. „Es nützt nichts. Wir müssen da jetzt durch.“

Warum der Informationsfluss seitens des Straßenbauamtes in Schwerin so hakte, ist gestern nicht mehr zu erfahren gewesen. „So massiv überrumpelt worden“ sind die Verkehrsbetriebe allerdings noch nie. „Wir wurden völlig außen vor gelassen bei den Bauberatungen“, so Arndt.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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