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Hagenower Kreisblatt

06. Dezember 2016 | 09:11 Uhr

Jessenitz : Bald bis nach Vielank durchradeln

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Lückenschluss des Radweges an der L 06 soll im kommenden Jahr begonnen werden. Interessengemeinschaft fordert Verlängerung bis zur Elbe

Seit Jahren warten die Bewohner darauf, nun geht es endlich ein Stückchen weiter: Der Radweg an der Landesstraße 06 wird weiter ausgebaut. Der Vorentwurf für das neue Stück zwischen Jessenitz und Volzrade liegt  derzeit im Lübtheener Rathaus zur Einsicht aus. Bürger können hier in den Dienstzeiten bis zum 26. Oktober den Entwurf des Radweges in Augenschein nehmen. „Wir freuen uns, dass es endlich weitergeht“, sagt Heiko Bäuch von der Interessengemeinschaft „Pro Radweg L06“.

Der neue Radweg vom Ortsausgang Jessenitz in den nächsten Ortsteil Volzrade   wird rund 1,73 Kilometer lang sein. Er soll rechts  neben der L 06 Richtung Vorlzrade verlaufen und eine Breite von 2,5 Metern haben. So sieht es der Vorentwurf vor. Die Kosten für den Bau werden mit 219000 Euro angegeben. „Wann genau der Bau beginnt, können wir  noch nicht sagen“, sagt Frank Wein vom Lübtheener Bauamt. Aus dem Landes-Straßenbauamt heiße es dazu: zeitnah. Schon lange warten die Lübtheener auf den Lückenschluss des Radweges. Geplant ist ein  Radwege-Netz von Schwerin bis an die Elbe nach Dömitz. Besonders in Hinblick auf den Tourismus sei das für Lübtheen eine Bereicherung. „Es wäre toll, wenn man mit dem Fahrrad diese Strecke komplett fahren könnte“, so Bürgermeisterin Ute Lindenau.

Doch vorerst müssen sie sich mit dem Lückenschluss bis Vielank zufrieden geben. Denn weiter sieht die Prioritätenliste für das Lückenschlussprogramm für 2017 und 2018 den Radwegebau in der Region nicht vor. Der Vorentwurf für das Teilstück zwischen Volzrade und Vielank werde jetzt im Herbst ausgelegt. Im kommenden Jahr sei der Bau auch für dieses Teilstück geplant. Für die Interessengemeinschaft „Pro Radweg L06“ ist dieser Plan jedoch nur teilweise zufriedenstellend. Mit großer Verwunderung nehmen sie die neue Prioritätenliste des Landes für den Landkreis auf. „Für die Jahre 2017/18 finden sich keine weiteren Abschnitte von Vielank bis Dömitz wieder. Das die Arbeit der Interessengemeinschaft Wirkung zeigt, sehen wir an der Weiterführung des Radweges von Jessenitz über Volzrade bis Vielank. 2012 hatte das Land MV hierzu eine andere Meinung. Wir konnten als Interessengemeinschaft erreichen, dass jetzt doch weitergebaut wird“, so Heiko Bäuch. Das große Ziel sei jedoch der Lückenschluss bis Heidhof bei Dömitz.

Die Interessengemeinschaft will weiter kämpfen. Sie waren bereits beim  Bürgerbeauftragten des Landes, auch ein Gespräch mit dem Landkreis und der Bürgermeisterin von Lübtheen hat schon statt gefunden. „Deren   Unterstützung ist uns weiterhin sicher. Der Landkreis signalisierte sogar eine Verkehrszählung für unsere Argumentation durchführen zu wollen“, so Bäuch.  Weiter plant die Gemeinschaft   eine große Gesprächsrunde im Verkehrsministerium mit allen Beteiligten und Verantwortlichen.  Aber auch mit Demonstrationen soll in den nächsten Monaten wiederholt auf das Thema aufmerksam gemacht werden. „Da wir als Interessengemeinschaft für diesen Lückenschluss kämpfen und somit für die erfolgreiche Weiterentwicklung einer gesamten Region, sei es für die Einwohner, Touristen oder Unternehmer, hoffen wir weiterhin auf breite Unterstützung aus der Politik und der Bevölkerung. Denn nur dann macht der Radweg für Millionen Euro von Schwerin bis nach Dömitz auch Sinn – wenn er nämlich keine Lücken hat.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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