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Gewerbegebiet Valluhn/Gallin : Aus Mega- wird nun der Businesspark

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Der offizielle Name war viel zu kompliziert, der halboffizielle bot Anlass für Verwechslungen und ließ sich nicht gut vermarkten, jetzt muss ein neuer Name her: Aus dem Megapark wird ab sofort der Businesspark A 24.

Gallin | Der offizielle Name war viel zu kompliziert, der halboffizielle bot Anlass für Verwechslungen und ließ sich nicht gut vermarkten, jetzt muss ein neuer Name her: Aus dem Megapark wird ab sofort der Businesspark A 24. Das hat der Planungsverband des Gebietes auf seiner Sitzung in dieser Woche nach monatelangen Diskussionen beschlossen. Es geht um das größte und längst auch erfolgreichste Gewerbegebiet in ganz Westmecklenburg. Offiziell heißt das "Transport- und Gewerbegebiet Valluhn/Gallin", doch dieser sperrige Begriff ist nur wenigen geläufig. Und wer Megapark als Suchbegriff im Internet eingab, der landete erst einmal bei einem Club auf Mallorca. Jetzt soll das Gebiet unter dem neuen Namen besser und vor allem unverwechselbar vermarktet werden. Nur die endgültige Gestalt des Logos konnte noch nicht geklärt werden. Zu den Namen, die noch in der Diskussion waren, gehörten z. B. Transpark Nord oder Gewerbegebiet Nord.

Nun also Businesspark mit dem klaren optischen Bekenntnis zur Autobahn A24, ohne die es das Gebiet nicht gäbe. Der neue Name kam auch mit Hilfe einer Agentur aus dem Landkreis zustande und soll Grundlage für einen völlig neu gestalteten Internetauftritt sein. Im Gespräch ist für den Beginn auch eine Werbekampagne bei Google, um Interessenten möglichst schnell auf die Seiten des Gewerbegebietes zu locken.

Trotz der Erfolge der vergangenen Jahre ist das Ansiedlungsgeschäft auch für den bisherigen Megapark deutlich schwieriger geworden. Die letzte große Neuansiedlung war die des Elektrozähler-Herstellers EMH, der in Wittenburg keine Expansionsmöglichkeiten mehr sah. Seit Jahren liegen noch immer größere Flächen vor allem im Valluhner Teil des Gewerbegebietes brach. Das könnte sich bald ändern, wenn man sich mit dem neuen Investor einigt, der sich in dieser Woche dem Vorstand des Planungsverbandes vorstellte. Das passierte auf ausdrücklichen Wunsch der Firma im nicht öffentlichen Teil. Auch Voranfragen unserer Zeitung wurden abgelehnt.

Dabei ist seit vielen Wochen klar, dass es sich um die in Büchen ansässige Firma Schur Pack handelt. Am 10. August schrieben die Lübecker Nachrichten in ihrer Lauenburger Ausgabe: "Das Ende von Schur Pack Germany in Büchen ist besiegelt. Der Kartonverpackungshersteller will seine Produktion ab Mitte 2015 in den 23 Kilometer entfernten Gewerbepark Valluhn in Mecklenburg-Vorpommern verlagern. Trost für Büchen: Die Arbeitsplätze bleiben alle erhalten - soweit die Beschäftigten zum Pendeln bereit sind.

In einer Vereinbarung zwischen Geschäftsführung, Gewerkschaft ver.di und Betriebsrat sind die Bedingungen des Umzugs festgelegt worden. Die Umzugspläne der Firma, die in Büchen keine Erweiterungsmöglichkeiten hat, stieß auch in der dortigen Gemeinde auf wenig Gegenliebe. Schur Pack ist ein Papierverarbeitungsbetrieb mit 140 Beschäftigten.

Für Valluhn/Gallin wäre die Neuansiedlung dennoch ein Gewinn, auch wegen der benötigten großen Fläche. Klaus-Dieter Müller vom Planungsverband bestätigte nur, dass es Gespräche gegeben habe, ohne den Namen der Firma zu nennen. Das Unternehmen habe sein Interesse betont, sich aber für Valluhn/Gallin nicht festgelegt. Dennoch erwartet Müller, der auch Bürgermeister von Gallin ist, noch in diesem Jahr eine Entscheidung in dieser Angelegenheit. Schon jetzt wird die Zahl der Menschen, die in dem Gebiet arbeiten auf etwa 4000 geschätzt, wenn man die Leiharbeiter in vielen Firmen und die zeitweilig Beschäftigten mit einbezieht. Größter Arbeitgeber ist Edeka Nord, mit mehr als 1100 Beschäftigen im Logistikzentrum und im Fleischwerk. Für das Fleischwerk waren vor Jahren auch alte Standorte in Neumünster und Pinneberg geschlossen worden. Allerdings entstanden in Valluhn/Gallin mit dem Umzug auch zahlreiche neue Arbeitsplätze.

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erstellt am 11.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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