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Hagenower Kreisblatt

04. Dezember 2016 | 04:55 Uhr

Hagenow : Am Mittag: Polizei rettet betrunkene Jugendliche

vom

Drei Mädchen und ein Junge im Alter von 13 bis 15 Jahren stehlen Wodka und betrinken sich teils bis zur Besinnungslosigkeit.

Ein offenbar betrunkenes Mädchen, das am Donnerstagmittag auf einem Parkplatz eines Supermarktes in Hagenow lag, hat einen Polizei- und Rettungseinsatz ausgelöst. Wie sich schnell herausstellte war das Mädchen 15 Jahre alt, bei ihr wurde ein Atemalkoholwert von 1,2 Promille gemessen. „In dem Alter ist das sehr viel und wirkt auch ganz anders als bei erwachsenen Menschen“, erklärte ein Polizeisprecher dazu. Und das Mädchen war nicht allein. Zu der Gruppe gehörten zwei weitere Mädchen im Alter von 13 und 15 Jahren. Beide waren ebenfalls alkoholisiert und wiesen einen Wert von 0,7 Promille auf. Komplettiert wurde die Gruppe durch einen 15-Jährigen, der jedoch deutlich weniger getrunken hatte.

Polizei- und Rettungskräfte nahmen die Jugendlichen zu ihrem eigenen Schutz mit. Schnell stellte sich die Ursache des Dilemmas heraus, es waren zwei 0,7-Liter Flaschen Wodka. Die waren offenkundig zuvor im Supermarkt gestohlen worden. Die Jugendlichen gaben diese Taten zwar am Donnerstag nicht zu, die Polizei bezeichnete die Beweislage aber als erdrückend. Unter anderem hatten Zeugen die Jugendlichen in dem Markt beobachtet. Es folgte die entsprechende Anzeige. Nach den Recherchen stellen sich heraus, dass die Jugendlichen zu zwei Jugendeinrichtungen gehören, die die sich in der Hagenower Region befinden. Der 15-Jährige gehört zu einer Einrichtung in der Stadt selbst.

Die Erziehungsberechtigen wurden verständigt, damit die Jugendlichen aus der Aufsicht der Polizei abgeholt werden konnten. Jugendliche und Kinder kommen generell nicht Gewahrsamsräume sondern werden nur in einem normalen Raum extra beobachtet. Dort führten sich die Jugendlichen nach Berichten der Beamten aber auch noch extrem frech und dreist auf. Revierleiter Uwe Mathews: „Wir sind dennoch extrem froh, dass wir rechtzeitig informiert wurden, da hätte sonst etwas passieren können.“

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erstellt am 20.Okt.2016 | 15:33 Uhr

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