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Hagenower Kreisblatt

03. Dezember 2016 | 12:36 Uhr

Bahnhof Hagenow Land : Als der „Mumien-Express“ hier anhielt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Der Bahnhof Hagenow Land blickt auf eine interessante Geschichte zurück. 170 Jahre Eisenbahn Hamburg Berlin wird am Samstag gefeiert

Hier führen die Wege zusammen, und von hier aus geht  es in die „weite Welt“. Die Rede ist vom Bahnhof Hagenow Land. Er spielte für die Region schon immer eine wichtige Rolle – verläuft doch die Bahnstrecke  Hamburg - Berlin direkt hier entlang.  Die Berlin-Hamburger Bahn war die erste Eisenbahnlinie auf mecklenburgischem Gebiet. Der Hagenower Bahnhof zählt somit   zu den ältesten in Mecklenburg  und entwickelte sich zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Die  170-jährige Geschichte zum Bestehen der Eisenbahn Hamburg Berlin wird morgen im Bahnhof Hagenow Land ausgiebig gefeiert. Die beiden Besitzer des Bahnhofgebäudes, die AG Eisenbahngeschichte, das Museum und der Stadtchronist Kuno Karls laden die Gäste von 12 Uhr an in das spätklassizistische Gebäude. Hier werden die Besucher in eine Zeitreise zurück zu den Anfängen der Eisenbahn-Geschichte in Hagenow entführt. „Dazu haben die Eisenbahnfreunde einiges vorbereitet, das sie in dem Raum der ehemaligen Mitropa aufbauen werden“, erzählt einer der Bahnhofsbesitzer. Zudem werde eine Diashow mit alten Bildern gezeigt, die Odeg werde mit einem Stand vor Ort sein und Kuno Karls wird unter anderem   den ersten Bildband über den Klunk vorstellen und auf jede Frage zum Thema Stadtgeschichte eine passende Antwort haben. So erinnert sich der Hagenower beispielsweise noch an die D-Züge aus DDR-Zeiten, die auf ihrer letzte Station vor der Grenze hier stoppten. „Wir nannten sie damals ,Mumien-Express’, weil da nur alte Leute drin saßen“, erzählt er mit einem Lachen. Und auch, dass zu dieser Zeit rund 800 Angestellte auf dem Bahnhof arbeiteten, heute seien es vielleicht nur um die 20.

Die Besucher können sich am Samstagnachmittag auf zahlreiche Anekdoten über den Zugverkehr in Hagenow freuen und auch viel Wissenswertes über die geschichtlichen Zusammenhänge erfahren. Zudem können sich die Gäste einen Überblick über den aktuellen Sanierungsstand des Bahnhofgebäudes verschaffen. „Wir werden versuchen das Treppenhaus zu öffnen, dass die Besucher sich das Gebäude ein bisschen anschauen können“, so der Besitzer.   Die beiden Eigentümer planen, aus dem Bahnhof eine Mischung aus Fremdenzimmer und Hostel zu machen. Dazu wollen sie in Eigenregie 25 Zimmer ausbauen. Im  Erdgeschoss des Bahnhofes, das   eine Nutzfläche von rund 658 Quadratmetern hat, soll die alte Gaststätte wieder aufgebaut werden mit Biergarten. Der Imbissbetrieb läuft bereits seit Mai diesen Jahres. Hier haben sich die beiden auf selbst gemachte Burger-Spezialitäten und Hot Dog-Variationen eingestellt. Geplant ist zudem im nächsten Sommer ein zertifizierter Spielplatz aus Holz auf dem Gelände.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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