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Güstrower Anzeiger

09. Dezember 2016 | 12:33 Uhr

Güstrow : Zu Gast im Tonstudio

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Seit dem Frühjahr nimmt Martin Krüger Tonaufnahmen von Musikern der Region auf – mit der Resonanz ist der 28-Jährige sehr zufrieden.

Im Frühjahr kam der gebürtige Güstrower Martin Krüger aus Mannheim zurück in seine Heimatstadt – hier verwirklichte er seinen Traum vom eigenen Tonstudio. Im Gewerbegebiet Rövertannen fand der 28-Jährige geeignete Räume für seine Technik und richtete sich hier ein. „DRM Tonstudio“ nennt der Autodidakt sein Projekt und meldet es als Nebengewerbe an. „Zum Auftakt habe ich über das soziale Netzwerk Facebook Musiker gesucht, die bei mir einen Song kostenfrei aufnehmen können, den ich dann wiederum als Referenz für meine Arbeit nutzen kann“, erklärt Martin Krüger, der auch selbst auf Künstler in der Region zugeht und für sein Tonstudio wirbt.

Eine von ihnen ist die 18-jährige Anna-Lena Dauber. Die Abiturientin aus Krakow am See kennt man unter anderem vom Duo „Anna Straße“, das sie vor rund drei Jahren mit der Güstrowerin Carolin von Alten-Reuss auf der Taufe hob. „Ich bin im Internet auf Anna-Lena aufmerksam geworden und habe sofort ihr Talent rausgehört. Darum habe ich sie auch angeschrieben“, erinnert sich Martin Krüger. Es sei schwierig vor jemandem zu singen, den man kaum kennt, aber bei Martin Krüger habe sich die 18-Jährige gleich wohl gefühlt. „Bilder der Nacht“ und „Fly me to the Moon“ – zwei eigene Titel – hat Anna-Lena in dem Güstrower Tonstudio eingesungen. Mit dem Ergebnis ist die Sängerin mehr als zufrieden. „Ich habe bisher viele Amateur-Aufnahmen gemacht, aber meine eigenen Songs habe ich zum ersten Mal eingesungen“, verrät Anna-Lena Dauber. „Ich habe die Songs im Internet über Soundcloud veröffentlicht und nutze sie für Anfragen von Auftraggebern, um zu zeigen, was ich so mache“, sagt die Abiturientin, die davon träumt Musik zu studieren.

Gegenwärtig bereite sich die Krakowerin auf die anspruchsvollen Aufnahmeprüfungen vor. Bisher habe sie sich mehr auf die Praxis fokussiert, bei den Prüfungen nehme jedoch die Theorie einen großen Raum ein. „Daran muss ich jetzt arbeiten“, erklärt die junge Frau und fügt hinzu: „Besonders mein Klavierlehrer, Philipp Wisotzki, unterstützt mich dabei“. Wenn das nächste Wintersemester startet, will auch Anna-Lena Dauber mit ihrem Lehramtsstudium im Fach Musik beginnen.


Aufnahme mit DSDS-Kandidatin


Martin Krüger hat nach den Aufnahmen mit der 18-Jährigen jedenfalls keinen Zweifen an ihrem Talent. „Ich bin total begeistert“, erklärt der Produzent und fügt hinzu: „Ihre Stimme ist der Wahnsinn und ich freue mich, dass ich ihre Aufnahmen als Referenz für mein Tonstudio verwenden darf.“ Um seinen Kunden eine noch bessere Qualität zu bieten hat sich Krüger unter anderem neue Mikrofone zugelegt. Eins testete Anna-Lena Dauber bei ihrem Besuch gleich einmal aus. „Wenn das Mikro schon keine gute Qualität hat, kann am Ende auch keine gute Qualität rauskommen“, erklärt Martin Krüger.

Außerdem habe er sich jüngst auch einen neuen Mikrofonverstärker zugelegt. Der sorge für mehr Wärme und Brillanz. „Das Aufgenommene klingt natürlicher und über meine neuen Boxen kann ich die Aufnahmen am Ende gut bearbeiten“, sagt Krüger.

Stück für Stück entwickle er sein Studio damit weiter. „Ich will einfach, dass meine Kunden am Ende zufrieden sind“, gibt sich der Produzent bescheiden. Mit der Nachfrage ist er bisher zufrieden. Gerade heute nahm DSDS-Teilnehmerin Franziska Kramer aus Schwerin bei ihm auf und am Wochenende kommen die Jungs von „Igelei“ aus Güstrow zur Aufnahme vorbei. „Mit dem Südstadtklub plane ich künftig auch ein gemeinsames Projekt – darauf freue ich mich schon“, gibt Martin Krüger einen Ausblick.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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