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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2016 | 10:58 Uhr

Internet Güstrow : WLAN für alle in Güstrow

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertreter machen Weg frei für öffentliche, kostenlose Internet-Zugänge an Rathaus und Tourist-Information.

Über einen öffentlichen kabellosen Internet-Zugang können sich die Güstrower und ihre Gäste bald freuen. Das jedenfalls hat die Stadtvertretung mit großer Mehrheit beschlossen. Der Bürgermeister ist jetzt beauftragt, Angebote einzuholen, um solch einen WLAN-Hotspot einzurichten, der es erlaubt, eine Stunde oder auch länger kostenfrei das Internet zu nutzen. Genauer, sogar zwei solcher Punkte sollen die Barlachstadt einrichten: am Rathaus sowie am Museum, also an der Güstrow-Information.

Philipp da Cunha und Hans-Georg Kleinschmidt, beide SPD-Fraktion, hatten den Anstoß zu der Initiative gegeben. Hintergrund ist eine kürzlich durch den Bundestag beschlossene Änderung des Telemediagesetzes, die die Betreibung von öffentlichen Hotspots erleichtern soll. Zudem soll es mit einem neuen Programm der Telekom für öffentliche Institutionen eine kostengünstige Möglichkeit für das Vorhaben geben. Mit rund 2000 Euro für die Einrichtung und dann jährlich etwa 1500 Euro Betreiberkosten rechnen die Initiatoren bei der angedachten einstündigen Nutzung.

Grundsätzliche Ablehnung begründete Gerhard Jacob (Freie Wähler): WLAN-Hotspots einzurichten sei keine Aufgabe einer öffentlichen Verwaltung und ohnehin „antiquiert“, habe heutzutage doch jeder Handybesitzer selbst seinen persönlichen „Hotspot“. Sascha Zimmermann (Grüne/FDP) regte noch an, Werbepartner ins Boot zu holen, um die Kosten vor dem Hintergrund der Güstrower Haushaltssituation weiter drücken zu können. Der Gedanke fand jedoch keine Mehrheit.

Öffentliche Hotspots sind inzwischen in vielen großen Städten und auf öffentlichen Plätzen zu finden. Im Landkreis Rostock sucht man sie aber bisher vergeblich. Dabei sind sie eine gute Gelegenheit zum Beispiel für Touristen, Informationen über die Stadt zu gewinnen. Hans-Georg Kleinschmidt: „Gleichzeitig sollen sie eine Geste der Gastfreundschaft an Einheimische und Gäste sein.“ „Wenn dann als Startseite das Tourismusportal der Barlachstadt Güstrow dient, würde dieses gleichzeitig weiter durch die WLAN-Nutzer promotet werden“, denkt Philipp da Cunha. Den Nutzen für die Stadt, von Gerhard Jacob angezweifelt, mochte Uwe Heinze (SPD) anschaulich darzustellen. Allein schon bei einem Spaziergang durch die Stadt, bei dem man sich im Internet über öffentliche Hotspots orientieren kann, könne man den Nutzen erkennen. Oder bei einer direkten Verlinkung der Startseite etwa mit dem Virtuellen Schaufenster zu den Händlern. Fazit: Solche Punkte könnten sehr wohl den touristischen Standort stärken.

Einen Zeitplan für die Installation von WLAN in Güstrow gibt allerdings noch nicht.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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