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Güstrower Anzeiger

28. September 2016 | 08:52 Uhr

Linstower Wiesn : „Wiesn? Das können wir auch!“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

1700 Gäste bei siebenter Auflage des Linstower Oktoberfestes.

Zwei Eingänge in das große Festzelt künden schon drei Stunden vor dem offiziellen Fassbieranstich vom erwarteten Andrang: Zu den 7. Linstower Wiesn lädt das Van-der-Valk-Resort ein. Und 1700 kamen. „Die Leute müssen diesmal nicht bis zur Straße anstehen“, versichert Doreen Camenz vom Resort, aus den ersten sechs Wiesn gelernt zu haben. Pünktlich zum Einlassbeginn um 18 Uhr kommen am Sonnabend die ersten Gäste, und der Zustrom wird lange nicht abreißen.

Es ist ein Höhepunkt im Veranstaltungsbukett des Resorts. Das hat dazu alles aufgeboten, was möglich ist. Sämtliches Personal ist eingebunden, betont Doreen Camenz. 60 Kellner tragen Teller mit Weißwürsten, Haxen, Brathendl und Brez’n zu den Partytischen. Und Bier natürlich. Neben dem Einlass sind Küche und Tresen besetzt, sichern Security und Polizei, stehen Feuerwehrleute und Rettungskräfte für Notfälle bereit. „Alles in allem sind das rund 120 Frauen und Männer, die den Abend im Festzelt absichern. Und das bei vollem Betrieb im Haus. Da brauchen wir also auch viele Aushilfskräfte“, erklärt Camenz, die selbst natürlich auch mit von der Partie ist. Lohn des Aufwandes: Das nächste Wiesn-Wochenende sei bereits ausverkauft.

Was lockt die Leute zu der überschwänglichen Party ins Zelt nach Linstow? Ihren ganz persönlichen Grund erklärt Steffi Friedrich: „Ich habe sieben Jahre in München gelebt und vermisse die Wiesn dort. Vergleichen kann man Linstow damit, allein schon wegen der Dimensionen, aber gar nicht.“ Jahr für Jahr komme die Elmenhorsterin im September nach Linstow. Diesmal habe sie eine ganze Reihe von Freunden mitgebracht, die hätten sich gleich in ein Ferienhaus eingemietet. Einen Aspekt für die Wiesn betont Steffi Friedrich noch, bevor sie sich in die Partynacht stürzt: „Ganz wichtig ist die Livemusik.“

Augenblicklich ist dies spürbar, als die Schalmeien der Malchiner Feuerwehr unter schmissigen Klängen ins Festzelt einmarschieren. Die Feuerwehrfrauen und Männer, eigentlich als Opener engagiert, avancieren selbst zum Star des Abends. Schnell biegen sich Bänke und bald auch erste Tische unter der schwingenden Last Tanzender und schwergewichtiger Paukenschläger. Geduldig warten die Zwiebeltreter zu ihrer Auftrittszeit auf dem Podium, doch die Schalmeien wollen sich, angefeuert vom einmal aufgeheizten Publikum, nicht vertreiben lassen. Schließlich müssen die in Rot gekleideten Blauröcke doch ausmarschieren, die Volksmusikpopband auf der Bühne hat ja einen wichtigen Auftrag: Einstimmung auf den wichtigsten Akt des Abends. Als das Fass endlich aufs Podest rollt, schreitet Wilfried Baldermann rasch zur Tat. „Wir können das auch! O zapft is!“, brüllt Linstows Bürgermeister nach sauberen Fleischklopferschlägen auf den Zapfhahn der tosenden Menge zu. Genau neun Stunden nach dem Startzeichen zur großen Sause am Originalschauplatz ist damit auch Linstow zur Wiesn-Location geworden. Von da an hat der Bretterfußboden im Festzelt unter stampfenden Beinen nur noch Schwerstarbeit zu leisten. Bis spät nach eins langsam Ruhe einzieht am Tukano-See.

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erstellt am 19.Sep.2016 | 09:00 Uhr

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